In der Wirtschaftskammer Österreich kocht die Stimmung: Präsident Harald Mahrer steht massiv unter Druck – und das nicht nur wegen einer saftigen Gehaltserhöhung von über 2.600 Euro, sondern auch wegen ungewöhnlicher Bonusanhebungen für Wirtschaftskammer-Spitzenleute in mehreren Bundesländern.
Der Ärger richtet sich weniger gegen die Summen selbst, sondern gegen das Selbstverständnis und die Kommunikation rund um den Geldregen. Heftige Kritik kommt inzwischen auch aus den eigenen Reihen, Rücktrittsforderungen werden immer lauter.
Wie "Heute" erfahren hat, soll ein Nachfolger bereits feststehen: Karlheinz Kopf, ÖVP-Urgestein und derzeit Präsident der Vorarlberger Wirtschaftskammer, könnte als Übergangslösung nach Wien zurückkehren.
Der leidenschaftliche Fußball-Fan war bereits Generalsekretär der Wirtschaftskammer und gilt als erfahrener Manager – wegen seines Alters und fehlender Unternehmerpraxis allerdings wohl nur als kurzfristige Lösung. Medienanfragen wollte Kopf bisher nicht kommentieren.
Eine weitere Option wäre Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, die die Kammer seit Jahren kennt. Zehetner lehnte aber ab und stellte sich öffentlich hinter Mahrer. Sie bescheinigt ihm Integrität und Tatkraft.
Von Mahrer selbst gibt es im Moment "kein Kommentar" zu den Rücktrittsforderungen. Wie es weitergeht, könnte sich laut Insiderkreisen sehr rasch entscheiden.