18.000 € für Wiener

Wohnung kleiner als im Vertrag – Geld zurück für Wiener

Mit Hilfe des AK Altbau-Mietenchecks bekam ein Wiener 18.000 Euro zurück. Seine Wohnung war kleiner als im Vertrag angegeben.
Claus Kramsl
02.03.2026, 22:45
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Die Miete steigt, die Wohnung schrumpft – und am Ende gibt es 18.000 Euro zurück. Genau das ist Herrn P. aus Wien-Leopoldstadt passiert. Sein Fall zeigt, wie viel Geld in Altbauwohnungen zu Unrecht verlangt wird.

3.600 Mieter nutzten Altbau-Mietencheck

Seit zwei Jahren bietet die AK Wien einen kostenlosen Altbau-Mietencheck an. Rund 3.600 Mieter haben das Service bisher genutzt. Etwa 700 Verfahren wurden bei Gericht oder der Schlichtungsstelle eingebracht, rund 200 sind bereits abgeschlossen. Insgesamt holte die AK 1,34 Millionen Euro zurück - im Schnitt rund 6.700 Euro pro Fall.

Wohnung 5 Quadratmeter kleiner

Herr P. hatte am 15.08.2019 einen befristeten Mietvertrag für eine angeblich 46 Quadratmeter große Wohnung abgeschlossen. Vertragsende: 31.08.2025. Im Laufe der Jahre stieg der Hauptmietzins um knapp 15 Prozent. Doch dann der nächste Hammer: Die Wohnung war um fünf Quadratmeter kleiner als im Vertrag angegeben.

Weil ihm die Miete überhöht vorkam, wandte er sich im Sommer 2025 an den AK Altbau-Mietencheck. Die Experten prüften den Vertrag und brachten ein Verfahren bei der Schlichtungsstelle der MA 50 ein. Im Februar 2026 kam es zum Vergleich: Herr P. bekommt 18.000 Euro zurück.

Kompliziertes Gesetz spielt Vermietern in die Hände

Ein Einzelfall ist das nicht. In Wien fallen rund zwei Drittel der privaten Altbau-Mietwohnungen unter den Richtwertmietzins. Das Problem: Das Gesetz ist kompliziert, Zu- und Abschläge sind schwer zu berechnen - Fehler und überhöhte Mieten sind häufig.

Viele Mieter schrecken dennoch vor einem Verfahren zurück, vor allem bei befristeten Verträgen. Sie fürchten, dass ihr Vertrag danach nicht mehr verlängert wird. Für jene, die den Schritt wagen, übernimmt die AK das Risiko - für sie fallen keine Kosten an. In vielen Fällen wurde nicht nur Geld zurückgeholt, sondern auch die laufende Miete gesenkt.

Für Herrn P. zahlte sich der Gang zur AK aus – 18.000 Euro mehr am Konto und ein deutliches Signal: Prüfen lohnt sich.

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