Vorwurf in "ZiB 2"

Wolf an Minister: "Sie geben ein bisschen an damit"

Bildungsminister Wiederkehr präsentierte einen ausführlichen Plan zur Reform des Bildungssystems. Konkretes für die nächsten Jahre wird aber vermisst.
Newsdesk Heute
21.04.2026, 22:35
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Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) hat am Dienstag seinen über 150 Seiten starken "Plan Zukunft – Bildung fürs Leben" präsentiert. Darin skizziert er, wie das Bildungssystem wieder auf die Überholspur gebracht werden könnte. Zentrale Punkte: sechs Jahre Volksschule, neue Fächer und eine Mittlere Reife (mehr dazu hier).

In der "Zeit im Bild 2" bei Armin Wolf stellt er eingangs klar, dass es sich um einen Plan von sich persönlich handelt, der mehr als eine Legislaturperiode in Anspruch nehmen werde. Einzelne, freiwillige Pilotregionen für sechsjährige Volksschulen sollen jedoch schon an den Start gebracht werden. Noch in seiner Amtszeit soll das in mehreren Bundesländern der Fall sein.

Ziffern-Noten erst ab 4. Klasse?

Keine Mehrheit innerhalb der Regierung gibt es für seinen Plan, in den ersten drei Schuljahren autonom entscheiden zu lassen, ob Ziffern-Noten verwendet werden. Bei der Mittleren Reife gäbe es hingegen schon ein Modell, das 2029 eingeführt werden soll. 15-Jährige, die nicht ausreichend lesen oder schreiben können, müssten dann im Rahmen einer "Bildungspflicht" praktisch nachsitzen.

Zwei neue Fächer sind fix, welche gestrichen oder ausgedünnt werden sollen aber nicht. "Die Frage möchte ich noch intensiver diskutieren." Die traditionellen Fächer seien jedenfalls nur "zum Teil" noch zeitgemäß.

"Sie geben an damit"

Letzter Streitpunkt war die Pflicht der Schulen, ab Herbst bestimmte Daten veröffentlichen zu müssen. Das sei dem Ministerium erst auf Klage eines Journalisten vom VfGH aufgetragen worden, und die Regierung brüstet sich plötzlich mit einer Transparenz-Offensive, so Wolfs Vorwurf. "Jetzt muss man sagen, geben Sie ein bisschen an damit."

"Das stimmt so nicht ganz!" Wiederkehr entgegnete nüchtern, dass er sich an Gesetze zu halten habe. Vorher habe es einfach keine Möglichkeit und keine Mehrheit für eine Änderung gegeben.

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