"Völliges Chaos"

Zebras auf Orbáns Familienanwesen sorgen für Wirbel

Ungarns Umweltminister prüft nach dem Regierungswechsel die Haltung von Zebras auf Orbans Familienanwesen. Es soll "völliges Chaos" herrschen.
Newsdesk Heute
24.07.2026, 18:40
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Etwa zweieinhalb Monate nach dem Regierungswechsel in Ungarn hat Umweltminister Laszlo Gajdos angekündigt, dass er eine Untersuchung zu möglicherweise illegal gehaltenen Zebras starten will. Diese Zebras waren 2024 auf einem Anwesen vom Vater des damaligen Regierungschefs Viktor Orbán gefilmt worden.

Der Umweltminister hat am Freitag auf Facebook die Art und Weise, wie die Tiere gehalten wurden, als "verantwortungslos" bezeichnet. Offizielle Dokumente hätten laut Gajdos ein "völliges Chaos" gezeigt. Die Zebras wurden Ende 2024 in der Nähe vom prunkvollen Anwesen Hatvanpuszta bei Bicske, westlich von Budapest, gefilmt.

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Seitdem tauchten Zebra-Motive immer wieder bei regierungskritischen Protesten in Ungarn auf – unter anderem als Zeichen gegen Korruption. Das Anwesen selbst gehört offiziell dem Vater von Viktor Orban. Das Grundstück und die Tiere sind aber im Besitz der Jagdgesellschaft von Lorinc Meszaros, einem der reichsten Männer Ungarns und einem engen Freund von Orban.

"Das lassen wir nicht durchgehen!"

Für die meisten der 17 Zebras gibt es laut Umweltminister Gajdos keinen Herkunftsnachweis. Die meisten Dokumente seien erst nachträglich ausgestellt worden. Ein Zebra sei im Winter mit zwei weiteren Tieren ausgebüxt und "erfroren". Gajdos, der früher selbst als Tierpfleger gearbeitet hat, betonte: "Das lassen wir nicht durchgehen!"

Er kündigte eine "umfassende Untersuchung" an. Die Jagdgesellschaft hatte im vergangenen Jahr erklärt, die Zebras würden laut den geltenden Vorschriften gehalten und man habe alle nötigen Genehmigungen. Die Tiere seien zuvor schlecht gehalten worden und dann gerettet worden.

Im April wurde die Fidesz-Partei, die unter Orban seit 2010 durchgehend regiert hatte, abgewählt. Der pro-europäische Konservative Peter Magyar holte mit seiner Tisza-Partei eine Zweidrittelmehrheit im Parlament und wurde Anfang Mai als neuer Ministerpräsident angelobt.

Seine Regierung hat, wie im Wahlkampf versprochen, bereits zahlreiche Maßnahmen gegen Korruption beschlossen.

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