Die mögliche Verlängerung des Grundwehrdienstes zeigt offenbar bereits Auswirkungen. Österreichweit ist die Zahl der Zivildiensterklärungen im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent gestiegen. In Oberösterreich bleibt dieser laut Ansturm laut ORF OÖ allerdings aus.
Von Jänner bis Ende September 2026 entschieden sich im Bundesland 2.567 junge Männer für den Zivildienst. Das sind sogar weniger, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Beim Roten Kreuz Oberösterreich macht man sich dennoch keine Sorgen um das Interesse am Zivildienst. Die Organisation stellt keinen Rückgang bei der Nachfrage fest.
"Sollte es zu einer Verlängerung kommen, wird das oberösterreichische Rote Kreuz gut darauf vorbereitet sein", erklärte Pressesprecher Daniel Gruber gegenüber dem ORF.
Für junge Männer könnte sich beim Wehrdienst schon bald einiges ändern. Die geplante Reform sieht vor, den Grundwehrdienst von derzeit sechs auf neun Monate zu verlängern.
Auch beim Zivildienst könnte es Änderungen geben: Sollte die Zahl der Grundwehrdiener österreichweit unter 13.800 fallen, ist ab 2028 eine verpflichtende Verlängerung des Zivildienstes um zwei Monate vorgesehen.
Die Landeshauptleute drängen jedenfalls aufs Tempo. Bei ihrer Konferenz am Freitag in Vorarlberg sprachen sie sich geschlossen für eine rasche Umsetzung der Reform aus. Diese soll bereits am 1. Jänner 2027 in Kraft treten