Kritik aus 4. und 5. Bezirk

Zwei Wochen Baustelle: Kein Öffi-Ersatz sorgt für Ärger

Ab Montag stehen im 4. und 5. Bezirk viele Straßenbahnen still – und das gleich für zehn Tage. Doch Ersatzverkehr gibt es keinen.
Wien Heute
18.04.2026, 19:10
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Ab Montag (20. April) kommt es im Bereich Matzleinsdorfer Platz zu einer umfassenden Sperre im Straßenbahnverkehr. Grund ist die Erneuerung eines Tunnelträgers am Unterpflaster-Straßenbahn-Bauwerk der Wiener Linien. Betroffen sind die Linien 1, 18, 62 sowie die Badner Bahn, die für rund zehn Tage in den Bezirken Wieden und Margareten großteils eingestellt werden.

"Wien verfügt über das sechstgrößte Straßenbahnnetz der Welt. In einem Netz dieser Größe gibt es immer wieder Stellen, an denen Gleise oder Weichen getauscht werden müssen oder andere Arbeiten notwendig sind", erklären die Wiener Linien auf "Heute"-Nachfrage. Doch das Fehlen eines Schienenersatzverkehrs sorgt für deutliche Kritik aus der Bezirkspolitik.

Kritik aus dem 4. Bezirk

Die Bezirksvorsteherin der Wieden, Lea Halbwidl (SPÖ) äußert Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Bevölkerung: "Wir sehen die Dringlichkeit, den Stahlträger am Matzleinsdorfer Platz schnellstmöglich zu erneuern und begrüßen die Bemühungen der Wiener Linien. Dennoch ist die fehlende Anbindung zwischen Karlsplatz und Matzleinsdorfer Platz für die Bewohner*innen auf der Wieden eine Herausforderung und Belastung."

Besonders bedauerlich sei, dass trotz früherer Erfahrungen während ähnlicher Bauphasen kein Shuttle- oder Ersatzverkehr eingerichtet wurde.

Ärger auch im 5. Bezirk

Auch der Bezirksvorsteher von Margareten, Michael Luxenberger (Grüne), kritisiert die Situation: "Für die Dauer der Baustelle sind große Gebiete der Bezirke nicht angebunden. Gerade für Personen mit Mobilitätseinschränkungen stellt diese Situation eine große Belastung dar."

Trotz gemeinsamer Bemühungen beider Bezirke sei es nicht gelungen, die Umsetzung eines Schienenersatzverkehrs zu erreichen.

Kein Ersatzverkehr sorgt für Unmut

Auch aus dem grünen Bezirkslager kommt deutliche Kritik. Pascal Riepl, stellvertretender Bezirksvorsteher der Wieden, und Julia Fritz, Klubobfrau der Grünen Margareten, warnen vor massiven Auswirkungen im Alltag der Bevölkerung. "Die Wiedner Hauptstraße ist eine zentrale Öffi-Achse. Trotzdem dürfen die Bewohner:innen jetzt nicht ohne gute Lösung zurückbleiben", so Pascal Riepl. Besonders ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität seien stark betroffen, ergänzt Julia Fritz.

Wiener Linien erklären

"Fahrgäste können auf die Linien U1, U4, U6, 6, 13A, 59A sowie auf die S-Bahn zwischen Matzleinsdorfer Platz und Hauptbahnhof ausweichen", erklären dazu die Wiener Linien. Fahrgäste werden gebeten, etwas mehr Zeit für ihre Wege einzuplanen. Die gute Nachricht: Die Bauarbeiten dauern bis 1. Mai, sind also immerhin rechtzeitig vor dem Eurovision Song Contest abgeschlossen.

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