Trotz des harten Sparkurses nimmt die Regierung bei der Förderung von PV-Anlagen weiter Geld in die Hand. Nach dem starken Auftakt des Förderjahres im April startet am Dienstag um 17 Uhr der zweite EAG-Fördercall für Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher.
Insgesamt stehen 12 Millionen Euro zur Verfügung, Förderanträge können von 16. bis 30. Juni 2026 gestellt werden. "Die große Nachfrage zeigt: Die Menschen wollen Teil der Energiewende sein. Entscheidend ist jetzt, dass wir Photovoltaik so weiterentwickeln, dass sie nicht nur viel Strom erzeugt, sondern diesen Strom auch zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und zu leistbaren Kosten nutzbar macht. Genau darum geht es bei der neuen Förderlogik: Wir bremsen den Ausbau nicht, wir machen ihn intelligenter“, sagt Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.
Der erste EAG-Fördercall 2026 hat die hohe Dynamik beim Ausbau von Photovoltaik und Stromspeichern deutlich gemacht: Knapp 29.000 Anträge wurden eingereicht. Ursprünglich waren für diesen Call 40 Millionen Euro für PV- und Speicherförderungen vorgesehen. Tatsächlich wurden Fördermittel in Höhe von rund 135 Millionen Euro nachgefragt.
Um dieser großen Nachfrage besser Rechnung zu tragen, wurden zusätzlich 30 Millionen Euro aus Restmitteln freigegeben. Damit wurde der erste Fördercall von ursprünglich 40 Millionen Euro auf insgesamt 70 Millionen Euro aufgestockt.
Im zweiten Fördercall werden Speicher weiterhin in Kombination mit Photovoltaik gefördert. Für kleinere PV-Anlagen gelten fixe Förderbeträge pro kWp: Für Anlagen bis 10 kWp beträgt die Förderung 150 Euro pro kWp, für Anlagen zwischen 10 und 20 kWp 140 Euro pro kWp. Für Anlagen über 20 kWp wird die Förderung im Bieterverfahren vergeben. Damit kommen jene Projekte zum Zug, die den geringsten Förderbedarf haben.
Der zweite Fördercall läuft von 16. bis 30. Juni 2026. Dafür stehen insgesamt 12 Millionen Euro zur Verfügung: je 2 Millionen Euro in den Kategorien A und B sowie je 4 Millionen Euro in den Kategorien C und D.
Der dritte Fördercall findet von 8. bis 22. Oktober 2026 statt. Dafür sind insgesamt 8 Millionen Euro vorgesehen, davon je 2 Millionen Euro in den Kategorien A bis D.