Sicherheits-Alarm

1.500 Euro mehr! FPÖ fordert Zulage für Polizei

Die Wiener FPÖ fordert mehr Personal für die Polizei und eine "Großstadtzulage". Denn Wien ist auf Unterstützung aus den Bundesländern angewiesen.
Wien Heute
19.08.2026, 14:04
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Die Wiener FPÖ schlägt wegen der Sicherheitslage in der Bundeshauptstadt Alarm. Bei einem Mediengespräch im Rathaus forderten FPÖ-Landesparteiobmann Dominik Nepp und Sicherheitssprecher Stefan Berger am Mittwoch (19.8.) mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen für die Wiener Polizei.

1.300 Einsätze pro Tag

Nepp sieht die Polizei aufgrund der hohen Zahl an Einsätzen besonders gefordert. Nach Angaben der FPÖ bewältigen die Wiener Polizisten rund 1.300 Einsätze pro Tag. Gleichzeitig sei im vergangenen Jahr Personal verloren gegangen. "Die Wiener Polizei arbeitet längst nicht mehr an der Belastungsgrenze - sie arbeitet im Ausnahmezustand", so Nepp.

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"390 Polizisten weniger"

Laut den von der FPÖ präsentierten Zahlen gingen 2025 durch Kündigungen, Pensionierungen, Versetzungen und Zuteilungen mehr als 900 Exekutivbedienstete verloren. Unter Berücksichtigung von Neuzugängen ergebe sich demnach ein Netto-Minus von rund 390 Polizisten.

Drittel aller Straftaten in Wien

Berger verwies zudem auf die Kriminalitätsstatistik 2025. Demnach seien in Wien 194.625 Strafrechtsanzeigen registriert worden. Das entspreche mehr als 36 Prozent aller österreichweit erfassten Strafrechtsanzeigen. Für die Freiheitlichen ist deshalb entscheidend, dass nicht nur neue Polizeischüler aufgenommen werden. Am Ende müsse die Zahl der fertig ausgebildeten Polizisten, die tatsächlich zusätzlich in den Wiener Polizeiinspektionen arbeiten, steigen.

Polizisten sollen 1.500 Euro "Großstadtzulage" bekommen, so der FPÖ-Wunsch.
Sabine Hertel (Symbolbild)

1.500 Euro "Großstadtzulage" gefordert

Um mehr Polizisten für Wien zu gewinnen und bestehendes Personal zu halten, fordert die FPÖ eine Großstadtzulage von bis zu 1.500 Euro monatlich. Außerdem fordern die Freiheitlichen mehr Ausbildungsplätze und einen Nettozuwachs bei den Einsatzkräften. Nepp begründet den Vorstoß mit den besonderen Anforderungen einer Zwei-Millionen-Stadt. Neben einer hohen Einsatzdichte müssten die Polizisten auch Demonstrationen, Großveranstaltungen und andere Einsatzlagen bewältigen. Kritik übt die FPÖ auch am geplanten neuen Dienstzeitmodell. Die Freiheitlichen befürchten dadurch weniger Polizeipräsenz auf den Straßen und finanzielle Nachteile für Polizisten.

Streit um Überstunden

"Wenn notwendige Überstunden gestrichen werden, obwohl zusätzliches Personal nicht vorhanden ist, dann streicht man nicht einfach Stunden. Dann fehlen Streifen, Einsatzreserven und am Ende Polizeipräsenz", warnt Berger. Die FPÖ fordert deshalb, notwendige Überstunden nicht zu reduzieren, solange nicht ausreichend zusätzliches Personal zur Verfügung steht.

Nepp nimmt Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) in die Pflicht. Dieser solle sich beim Innenministerium für eine Verschiebung des neuen Dienstzeitmodells einsetzen. Für Personal und Dienstrecht der Polizei ist der Bund zuständig.

{title && {title} } red, {title && {title} } 19.08.2026, 14:04