Fotograf rettet Bewohner

200 Menschen mussten nach Brand in O-Bussen ausharren

Dramatische Szenen am Samstagabend in Salzburg-Lehen: Ein Wohnungsbrand löste einen Großeinsatz aus. Vier Menschen mussten ins Spital.
25.10.2026, 15:58
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Ein heftiger Wohnungsbrand hat am Samstagabend (24. Oktober) im Salzburger Stadtteil Lehen für dramatische Szenen gesorgt. In einer Gartenwohnung eines Mehrparteienhauses in der Rudolf-Biebl-Straße war ein Feuer ausgebrochen. Dichter Rauch quoll aus den Fenstern, die Flammen schlugen zeitweise bis in den zweiten Stock hoch. Mehr als 200 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen.

Fotograf rettet Mann aus verrauchtem Garten

Das Feuer dürfte ersten Informationen zufolge im Bereich eines Bettes im Schlafzimmer ausgebrochen sein. Als die Feuerwehr alarmiert wurde, gingen bereits mehrere Notrufe ein. Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte kam es zu einer dramatischen Rettungsaktion: Ein Fotograf brachte den Bewohner der Brandwohnung aus dem völlig verrauchten Garten in Sicherheit und betreute ihn bis zum Eintreffen der Rettung.

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Auch eine Person in einer darüberliegenden Wohnung war dem dichten Rauch ausgesetzt. Insgesamt wurden vier Menschen wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung ins Universitätsklinikum Salzburg gebracht.

200 Bewohner mussten Wohnungen verlassen

Die Berufsfeuerwehr Salzburg rückte mit rund 20 Einsatzkräften an, weitere 15 Florianis der Freiwilligen Feuerwehr Liefering unterstützten die Löscharbeiten. Wegen der massiven Rauchentwicklung musste das gesamte Gebäude gemeinsam mit der Polizei evakuiert werden.

Mehr als 200 Bewohner mussten vorübergehend ins Freie. Das Rote Kreuz betreute die Betroffenen, die zeitweise in bereitgestellten O-Bussen untergebracht wurden. Feuerwehrleute mussten teilweise Wohnungstüren öffnen, um sicherzugehen, dass sich niemand mehr in den verrauchten Räumen befand.

Auch für mehrere Haustiere gab es Rettung in letzter Minute: Die Einsatzkräfte brachten mehrere Katzen und einen Hund namens Leo aus dem Gebäude in Sicherheit.

Wohnung völlig zerstört – Kripo ermittelt

Nach rund zweieinhalb Stunden war der Feuerwehreinsatz beendet. Den Florianis gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Wohnungen zu verhindern. Die Brandwohnung wurde allerdings vollständig zerstört und ist nicht mehr bewohnbar.

Warum das Feuer ausgebrochen ist, bleibt vorerst unklar. Besonders auffällig: Der 27-jährige Bewohner der ausgebrannten Wohnung machte laut Polizei unterschiedliche Angaben zur möglichen Brandursache. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.

red, 25.10.2026, 15:58
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