Drei Mädchen verletzt

"Haltet euch fest, jetzt kommt meine Ballerstrecke!"

Bei Regen krachte ein Salzburger mit einem Mercedes-SUV in einen Baum. Bitten seiner Beifahrerinnen, sie rauszulassen, soll er ignoriert haben.
24.10.2026, 18:00
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"Mädels, haltet euch fest, jetzt kommt meine Ballerstrecke." Direkt danach knallte es.

Der junge Salzburger touchierte mit seinem Mercedes-Benz GLS auf regennasser Fahrbahn erst eine Geschwindigkeitstafel als auch einen Laternenmast und prallte danach frontal in einen Baum am Almkanal. Den schweren Crash überstand er ohne einen Kratzer – seine Beifahrerinnen hingegen nicht.

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In den "Salzburger Nachrichten" erhebt die Mutter eines der Opfer schwere Vorwürfe. Die drei Mädchen waren eigentlich nur in der Stadt unterwegs, als sie dort auf einen ehemaligen Schulkollegen trafen. Dieser bot ihnen an, sie nach Hause zu fahren – machte unter Vorwänden aber immer mehr Umwege.

"Bitte, lass uns aussteigen"

Immer wieder pochten die Freundinnen aufs nach Hause gebracht werden, doch es half nichts. Bis der folgenschwere Satz fiel: "Mädels, haltet euch fest, jetzt kommt meine Ballerstrecke", zitiert die Mutter den Lenker. "Bitte, lass uns aussteigen", reagierten die Mädels einmal mehr, doch es war bereits zu spät.

"Fassungslos" ist die Mutter der 16-Jährigen aber vielmehr darüber, was danach passierte. Noch bevor jegliche Einsatzkräfte am Unfallort waren, stand plötzlich ein Mann da – der Anwalt der Familie des Lenkers. "Meine Tochter hat mir erzählt, er hätte gesagt, man bräuchte keine Polizei, nur die Feuerwehr", sagt sie den "Salzburger Nachrichten".

Weder die Rettung noch die Mutter sei verständigt worden. Ihre Tochter sei völlig außer sich gewesen und habe geweint. Erst später stellte sich heraus, dass die junge Salzburgerin ein Schleudertrauma erlitt. Sie musste vier Tage lang im Unfallkrankenhaus behandelt werden, hat heute noch mit den Folgen zu kämpfen.

Mäderl kämpft mit Folgen

"Sie hat nach wie vor immer wieder Kopfweh, es fällt ihr schwer, sich in der Schule zu konzentrieren." Nach dem Unfall war es erst ein Radfahrer, der die Polizei rief. Diese wollte das Mädchen auch einvernehmen, aber das sei nie passiert.

Gegenüber den "SN" erklärt die Exekutive, dass die Mädchen beim Einsatz eine Hinzuziehung des Rettungsdienstes abgelehnt hätten. Deswegen sei auch kein Verfahren eingeleitet worden. Das habe sich nun, nach den Hinweisen der Mutter, aber geändert. Ermittelt wird nun wegen möglicher Gefährdung der körperlichen Sicherheit und fahrlässiger Körperverletzung – es gilt die Unschuldsvermutung.

red, Akt. 24.10.2026, 18:10, 24.10.2026, 18:00
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