Die USA stehen still: Seit dem 1. Oktober herrscht der längste "Shutdown" der US-Geschichte. Der Regierungshaushalt ist blockiert, Beamte bekommen kein Geld, Behörden müssen schließen.
Inmitten dieser Krise lässt US-Präsident Donald Trump mit einem überraschenden Geldversprechen aufhorchen. Auf seiner Plattform Truth Social kündigte er an, allen Amerikanerinnen und Amerikanern 2000 Dollar (rund 1729 Euro) auszahlen zu wollen – Reiche sollen leer ausgehen.
Der Betrag, so Trump, sei eine "Dividende" aus den Zolleinnahmen der USA. Diese hätten dem Land Milliarden eingebracht. Mit dem Geld wolle er nicht nur die 37 Billionen Dollar Staatsschulden senken, sondern nun auch den Bürgern etwas zurückgeben.
"Wer gegen Zölle ist, ist ein Dummkopf", schrieb der Präsident – und lobte sein Land als "reichstes und am meisten respektiertes der Welt".
Die Ankündigung kann als Reaktion auf negative Stimmen aus den eigenen Reihen verstanden werden. Nach den jüngsten Wahlsiegen der Demokraten war zuletzt Kritik laut geworden: Trump kümmere sich zu wenig um seine Basis, dabei hatte er im Wahlkampf sinkende Lebenshaltungskosten versprochen.
Fakt ist: Die Zolleinnahmen stiegen zuletzt stark an – im abgelaufenen Fiskaljahr auf 195 Milliarden Dollar, ein Plus von 118 Milliarden im Vergleich zum Vorjahr.
Doch eine Auszahlung in dieser Höhe wäre teuer: Wenn alle Erwachsenen unter 100.000 Dollar Jahreseinkommen Anspruch hätten, würde das rund 300 Milliarden Dollar kosten.
Ob und wie Trump sein Versprechen umsetzen kann, ist völlig offen. Sicher ist nur: Inmitten der Haushaltskrise sorgt sein "2000-Dollar-Geschenk" für jede Menge Aufregung.