Bei Treffen in Washington

Trump und Orbán machen sich über Ukraine lustig

Ungarns Premier Viktor Orbán und US-Präsident Donald Trump haben bei einem Treffen Witze über die Siegeschancen der Ukraine gemacht.
Newsdesk Heute
09.11.2025, 18:21
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Bei einem Treffen in Washington haben sich US-Präsident Donald Trump und der ungarische Premier Viktor Orbán erneut freundschaftlich gezeigt. Hauptthema des Gesprächs war laut beiden Seiten die Öl- und Energiepolitik, doch auch die militärische Lage in der Ukraine kam zur Sprache – begleitet von spitzen Bemerkungen und provokanten Aussagen.

Orbán besteht auf Ausnahmeregelung

Hintergrund ist die enge Abhängigkeit Ungarns von russischen Energielieferungen. Trotz neuer US-Sanktionen gegen russische Energiekonzerne und der Möglichkeit sogenannter sekundärer Strafmaßnahmen gegen Käufer, sucht Budapest offenbar nach Wegen, den Energiefluss aus Russland aufrechtzuerhalten.

Laut Berichten soll Orbán in Washington gemeinsam mit Trump über eine mögliche Ausnahmeregelung gesprochen haben, die es Ungarn erlauben würde, weiterhin russisches Erdgas zu beziehen. Orbán verwies dabei auf die Tatsache, dass in Ungarn rund 90 Prozent der Haushalte mit Gas heizen.

Spitzen gegen Kiew

In der Diskussion über den Krieg in der Ukraine sorgte Orbán mit umstrittenen Äußerungen für Aufsehen. Er warf westlichen Staaten vor, den Konflikt durch ihre Unterstützung für Kiew zu verlängern, und stellte deren Einschätzung eines möglichen ukrainischen Sieges infrage. Auf Trumps Nachfrage, ob die Ukraine den Krieg also nicht gewinnen könne, antwortete Orbán ausweichend: "Wunder können geschehen." Trump reagierte darauf mit einem zustimmenden Grinsen und ergänzte: "Ja, das stimmt."

Damit setzt Orbán seine bisherige Linie fort: Er kritisiert westliche Sanktionen gegen Russland und bemüht sich zugleich, Ungarns Energieversorgung zu sichern – selbst wenn dies innerhalb der EU erneut für Spannungen sorgt.

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