Am Freitag, 4. Juli 2025, kurz nach 14.00 Uhr, krachte ein Schuss auf Höhe Linzer Straße 150 – das Projektil durchschlug die Glasscheibe einer Straßenbahn der Linie52 – "Heute" berichtete. Glücklicherweise blieben alle Fahrgäste unverletzt. Die Polizei sperrte daraufhin ein großes Gebiet zwischen Hütteldorfer Straße und Linzer Straße ab. Spezialkräfte wie WEGA und Cobra waren im Einsatz, zusätzlich die Berufsfeuerwehr zur Unterstützung bei Wohnungsöffnungen. Kurz vor 17.00Uhr konnte ein Verdächtiger festgenommen werden; in seiner Wohnung wurden eine Kleinkaliber‑Langwaffe und eine Patronenhülse sichergestellt.
Ein Alkoholtest ergab 2,2Promille, zudem nahm der Mann offenbar Substanzen ein, "die die Psyche beeinträchtigen". Gegenüber dem Haftrichter erklärte der 37‑Jährige, es habe sich um eine "depperte Aktion" gehandelt, er habe "niemanden verletzen wollen".
Obwohl die Waffe rechtmäßig erworben war und der Mann keine gerichtlichen Vorstrafen hatte, stuft die Staatsanwaltschaft die Tat als versuchten Mord ein. Sie will einen Antrag auf Unterbringung in einem forensisch‑therapeutischen Zentrum stellen, da der Beschuldigte als geistig abnorm, aber zurechnungsfähig gilt.
Zeugen sind für den Verhandlungstag nicht geladen, ein psychiatrischer Gutachter soll gehört werden. Dem Angeklagten droht eine Freiheitsstrafe von zehn bis 20Jahren oder lebenslange Haft sowie die Einweisung. Ein Urteil soll noch Donnerstagnachmittag fallen.