29-Jährige starb in Virus-Hotspot qualvollen Corona-Tod

Infektion, Intensivstation – nur verlor 29-Jährige Kampf ums Leben
Infektion, Intensivstation – nur verlor 29-Jährige Kampf ums LebenHELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com (Symbolbild)
1.857 Todesopfer gibt es Oberösterreich inzwischen im Zusammenhang mit Corona. Vor wenigen Tagen starb erneut ein junges Opfer, eine erst 29-Jährige.

Wieder starb ein relativ junger Corona-Patient in einem oberösterreichischen Krankenhaus. Wie der Landeskrisenstab am Dienstag mitteilte, gab es in Oberösterreich am 24. Oktober vier Todesfälle im Zusammenhang mit Corona.

Darunter ist auch eine 29-jährige Patientin, die im Bez. Braunau wohnte und im St.-Josef-Krankenhaus in Braunau starb. Wie der Sprecher des Krankenhauses, Christian Huber, mitteilte, litt sie an Vorerkrankungen. Ob sie geimpft oder ungeimpft war, wollte er nicht sagen.

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Erst Ende September war in Linz, im dortigen Kepler-Uniklinikum, ein erst 18-Jähriger an Corona gestorben. Es war der bisher jüngste Corona-Tote in Oberösterreich. Der Jugendliche war stark übergewichtig, er musste bei Einlieferung ins Krankenhaus mit Sauerstoff versorgt werden.

Zwei Tage danach kam er auf die Intensivstation. Aber die Ärzte verloren den Kampf um sein Leben. Das Klinikum gab damals bekannt, dass der junge Patient nicht geimpft war.

Lage inzwischen dramatisch

Aktuell entwickelt sich die Corona-Lage in Oberösterreich dramatisch. Von Dienstag auf Mittwoch gab es 1.068 Neuinfizierte. Insgesamt sind jetzt mehr als 7.500 Oberösterreicher mit Corona infiziert, 12.600 sind in Quarantäne.

Besonders besorgniserregend: Die Zahl der Spitalspatienten steigt rasant; von Dienstag auf Mittwoch um 49 – auf jetzt 253 (60 Prozent davon sind nicht vollständig immunisiert). Weitere 38 liegen auf Intensivstationen (74 Prozent davon sind nicht vollständig geimpft).

Und Oberösterreich hat mit 57,3 Prozent immer noch die niedrigste Impfquote aller Bundesländer in Österreich. Zum Vergleich: Im Burgenland sind 69,7 Prozent geimpft, in Niederösterreich 65,1 Prozent.

Maßnahmen verschärft

Inzwischen hat das Land reagiert, die Corona-Maßnahmen verschärft. In Abstimmung mit Experten wurden Maßnahmen getroffen, die ab Freitag, 29. Oktober, gelten. Und die betreffen die FFP2-Maskenpflicht.

Was sich konkret ändert: Bisher mussten Kunden nur vereinzelt in Geschäften Maske tragen. Jetzt gilt die FFP2-Maskenpflicht für alle Kunden, in sämtlichen Geschäften und Einkaufszentren, in Oberösterreich.

Dazu kommt die Maskenpflicht auch für Besucher in Kultureinrichtungen wie Museen und Bibliotheken. Für Mitarbeiter wird per 1. November die 3G-Regel nach Bundesvorgabe in Kraft treten.

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