Nächstes Opfer meldet sich

3-facher Betrag! Frau nach Augen-OP im Taxi abgezockt

Nach einem Eingriff in Wien wollte Pensionistin Gisela S. (74) nur heim – doch statt 16 Euro musste sie plötzlich 55 Euro fürs Taxi blechen.
Christoph Weichsler
03.04.2026, 05:30
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Die nächste Pensionistin, die nach einem Spitalsbesuch abgezockt wird: Die Fälle von Taxi-Betrug in Wien häufen sich – und sie laufen erschreckend ähnlich ab. Freundliche Fahrer, lange Gespräche, dubiose Ausreden – und am Ende Preise, die mit der Realität nichts mehr zu tun haben. Gegenüber "Heute" schildert Gisela S. (74), wie sie nach einem Eingriff plötzlich mehr als das Dreifache zahlen musste.

Gisela S. wollte an diesem Tag eigentlich nur eines: nach Hause. Der Eingriff am Auge war geschafft, sie war müde, noch benommen – genau in so einem Moment steigt sie vor dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien-Leopoldstadt in ein Taxi. Eine Strecke, die sie kennt, die sie schon oft gefahren ist. Normalerweise kostet sie rund 16 Euro. Diesmal sollte es ganz anders kommen.

Heimfahrt wird zur perfiden Abzocke

Der Fahrer wirkte zunächst wie ein Glücksgriff. Gepflegt, höflich, extrem freundlich. Er redete ruhig – jemand, dem man vertraut. Gleich zu Beginn bittete er Gisela S., rechts hinten einzusteigen. Für sie ungewohnt, denn so hat sie keinen direkten Blick auf das Taxameter. Doch in ihrem Zustand hinterfragte sie das nicht.

Kaum war das Taxi unterwegs, begann der Mann zu erzählen. Über teure Spritpreise, über die schwierige Lage im Taxi-Gewerbe, darüber, dass sich Fahrten kaum mehr lohnen würden. Sie war erschöpft, ihre Gedanken sind noch beim Eingriff, sie wollte einfach nur heim. Genau das nutzte der Fahrer aus.

Dreiste Ausrede beim Wiedersehen

Am Ziel dann der Schock: 55 Euro verlangt der Fahrer. Für eine Strecke, die sie sonst um etwa 16 Euro fährt. Mehr als das Dreifache – und völlig jenseits dessen, was in Wien erlaubt ist. Gisela zahlt trotzdem. "Ich wollte nur noch in meine Wohnung", sagt sie. Erst später, als sie zur Ruhe kommt, realisiert sie, was passiert ist.

Auch der nächste Hinweis macht die Sache noch brisanter: Die handgeschriebene Rechnung führt zu einem Taxi-Unternehmen – doch dort kennt man den Fahrer nicht. Er sei nicht registriert, heißt es auf "Heute"-Nachfrage. Die klare Empfehlung: In so einem Fall sofort Anzeige bei der Polizei erstatten.

"Man merkt es erst danach"

Gisela S. will mit ihrer Geschichte warnen. Denn in so einer Situation denkt man nicht an Betrug, sondern nur daran, endlich nach Hause zu kommen. "Man hinterfragt nichts", sagt sie. "Und erst danach merkt man, dass man betrogen wurde." Ein kurzer Heimweg wird zur teuren Falle – und die Wut bleibt. Denn klar ist: Hier geht es nicht um ein Versehen, sondern um eiskalte Abzocke.

Als wir zuletzt bei der Polizei nachfragten, ob solche Fälle bekannt sind, wurde das verneint. Umso wichtiger ist es jetzt, dass sich Betroffene melden. Denn nur wenn Anzeigen eingehen, kann gegen die mutmaßlichen Betrüger vorgegangen werden. Gisela S. will genau das tun – nach dem Gespräch mit "Heute" geht sie zur Polizei.

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