Thailand verschärft die Kontrollen an seinen Grenzen deutlich. Seit Jahresbeginn wurde fast 30.000 Ausländern die Einreise verweigert.
Mit den Maßnahmen wollen die Behörden gegen Visumsmissbrauch, illegale Beschäftigung und grenzüberschreitende Kriminalität vorgehen. Dabei setzen sie verstärkt auf technische Überwachung.
Zum Einsatz kommt das sogenannte "Advanced Passenger Processing System". Dieses überprüft Fluggastdaten bereits vor dem Abflug und gleicht sie mit internationalen Fahndungsdatenbanken ab. Nach Angaben der thailändischen Einwanderungsbehörde umfasst die Sperrliste derzeit 169.506 Einträge. Darauf befinden sich unter anderem frühere Straftäter sowie Personen, gegen die internationale Haftbefehle bestehen.
Betroffene können dadurch schon vor Reiseantritt gestoppt oder spätestens bei der Einreise zurückgewiesen werden.
Die Behörden nehmen zudem sogenannte Visa Runner ins Visier. Dabei handelt es sich um Personen, die Thailand kurz verlassen und unmittelbar wieder einreisen, um ihre erlaubte Aufenthaltsdauer zu verlängern.
Darüber hinaus wurden rund 14.000 Ausländer wegen Verstößen gegen das Einwanderungsrecht und damit zusammenhängender Delikte festgenommen.
Bereits im Mai wurde bekannt, dass Thailand die visafreie Aufenthaltsdauer für viele Reisende von derzeit 60 auf künftig 30 Tage reduzieren will. Davon wären auch Urlauber aus Österreich, Deutschland und der Schweiz betroffen.
Wer länger im Land bleiben möchte, müsste seine Reise künftig genauer planen und gegebenenfalls vorab ein Visum beantragen.
Einen konkreten Termin für die Einführung der neuen Regelung gibt es laut ADAC derzeit noch nicht. Sie soll jedoch 15 Tage nach ihrer Veröffentlichung im thailändischen Gesetzblatt in Kraft treten.