Die thailändische Regierung hat beschlossen, die visafreie Aufenthaltsdauer für Touristen aus 54 Ländern – darunter Österreich, Deutschland und die Schweiz – wieder auf 30 Tage zu begrenzen.
Damit wird eine erst vor zwei Jahren eingeführte Regelung aufgehoben, die längere visafreie Aufenthalte von bis zu 60 Tagen erlaubte.
Grund für die Verschärfung sei laut Behörden, dass die längeren Aufenthaltsmöglichkeiten häufiger für illegale Geschäfte oder einen dauerhaften Aufenthalt missbraucht worden seien.
Die Maßnahme soll helfen, die Kontrolle über ausländische Besucher zu verbessern und Missbrauch zu verhindern.
Wie "t-online.de" unter Berufung auf die Zeitung 'Bangkok Post' berichtet, soll die Änderung 15 Tage nach Veröffentlichung im thailändischen Gesetzblatt in Kraft treten. Ein genaues Datum wurde noch nicht genannt.
Reisende, die sich bereits im Land aufhalten oder vor Inkrafttreten einreisen, dürfen bis zum Ablauf ihrer bisherigen Genehmigung bleiben.
Die Maßnahme kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Thailand ohnehin mit sinkenden Touristenzahlen zu kämpfen hat. Nach offiziellen Angaben waren bis Mitte Mai die internationalen Ankünfte um 3,3 Prozent niedriger als im Vorjahr.
Die Regierung rechnet für heuer mit rund 32 Millionen ausländischen Gästen – ein Rückgang gegenüber 33 Millionen im Vorjahr.
Insbesondere die Zahl chinesischer Besucher, traditionell die größte Touristengruppe, ist deutlich zurückgegangen. Branchenvertreter machen dafür gestiegene Reisekosten, geopolitische Unsicherheiten und höhere Flugpreise verantwortlich, unter anderem durch die Krise rund um den Iran.