Ein Disco-Besuch endete in der Nacht auf Sonntag für zahlreiche Menschen in Wien-Leopoldstadt mit einem Rettungseinsatz. Vor einem Lokal kam es zu einem massiven Gedränge und tumultartigen Szenen.
Als ein Sicherheitsmitarbeiter plötzlich Pfefferspray gegen die Menschenmenge einsetzte, mussten Dutzende Personen medizinisch betreut werden. Auch ein Polizist war betroffen. "Heute" wurde ein Video zugespielt, in dem deutlich zu sehen ist, wie der Security mit dem Pfefferspray in die Menge sprüht.
"Der Security-Mitarbeiter hat das Pfefferspray wie einen Raumduft versprüht", erzählt eine Augenzeugin gegenüber "Heute". "Er hat drei Mal in die Menge gesprüht – komplett wahllos ohne Grund."
Wegen des großen Andrangs vor der Diskothek wurde die Polizei alarmiert. Die Beamten versuchten zunächst, beim Eingangsbereich mit den Sicherheitsmitarbeitern des Lokals Kontakt aufzunehmen.
Doch während die Polizisten vor Ort waren, griff ein 23-jähriger Security zum Pfefferspray und sprühte damit in Richtung der wartenden Menschen.
Die Folgen waren erheblich: Insgesamt 40 Personen mussten von der Wiener Berufsrettung medizinisch erstversorgt werden.
Für drei Betroffene war eine Behandlung vor Ort nicht ausreichend. Zwei 18-Jährige und eine 19-Jährige wurden nach dem Vorfall in ein Krankenhaus eingeliefert.
Auch ein Polizist bekam das Pfefferspray ab. Der Beamte benötigte ebenfalls eine medizinische Erstversorgung, konnte seinen Dienst anschließend aber fortsetzen.
Für den Sicherheitsmitarbeiter hat der Einsatz des Pfeffersprays nun rechtliche Konsequenzen. Der 23-Jährige wurde wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung angezeigt.
Die Wiener Polizei bestätigte den Vorfall am Sonntagnachmittag.