Spektakulärer Einbruch mitten in der Wiener City! Nachdem eine bislang unbekannte Bande mit einem gestohlenen Lexus-SUV in das Juweliergeschäft "Von Köck" am Graben gerast war, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Nun sollen Überwachungsvideos und gesicherte Spuren dabei helfen, die Täter auszuforschen.
Am Mittwoch gegen 4.20 Uhr schlugen die Unbekannten zu. Mit einem schwarzen Lexus-SUV rasten sie im Rückwärtsgang in die Panzerglas-Auslage des Luxus-Juweliers. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Eingangsbereich völlig zerstört. Innerhalb kürzester Zeit schnappten sich die Täter wertvollen Schmuck und flüchteten mit ihrer Beute in einem zweiten Fahrzeug. Den schwer beschädigten Lexus ließen sie am Tatort zurück.
Mittlerweile steht fest: Der Wagen war zuvor in der Wiener Leopoldstadt gestohlen worden. Die Wiener Polizei sicherte nach dem Einbruch umfangreiche Spuren. Besonders das zurückgelassene Tatfahrzeug und die Aufnahmen der Überwachungskameras könnten für die Ermittler entscheidend sein.
Neben den Kameras im Juweliergeschäft werden auch Videoaufzeichnungen aus der Umgebung ausgewertet, wie eine Pressesprecherin der Polizei gegenüber "Heute" erklärt. Die Ermittlungen laufen weiterhin auf Hochtouren. Trotz des zurückgelassenen Fahrzeugs und der vorhandenen Videoaufnahmen fehlt von der Bande bislang jede Spur.
Für Juwelier Felix Köck ist der Schaden enorm. Besonders der Moment, als er von der Tat erfuhr, bleibt ihm in Erinnerung. "Es hat sich angefühlt wie ein Traum – aber keiner von den Guten", schilderte Köck. Der Vorfall beschäftigt den Geschäftsbesitzer auch persönlich. "Man hinterfragt vieles und denkt immer darüber nach, was man hätte anders machen können", erklärte er. Auch die Frage, was im Leben wirklich wichtig sei, stelle sich ihm nach dem Einbruch.
Neben der völlig zerstörten Auslage wurden auch besonders wertvolle Schmuckstücke und seltene Edelsteine gestohlen. "Es wurden auch Einzelstücke gestohlen, Edelsteine, die weltweit einzigartig und nur sehr schwer zu verkaufen sind", erklärte der Geschäftsbesitzer gegenüber "Heute".
Gerade diese außergewöhnliche Beute könnte den Einbrechern noch zum Verhängnis werden. Denn für den regulären Weiterverkauf fehlen ihnen die entsprechenden Echtheitszertifikate. Der Gesamtschaden bewegt sich laut Köck im siebenstelligen Bereich. Während im Geschäft die Aufräumarbeiten laufen, sucht die Polizei weiterhin nach den Verantwortlichen.