Statt ausgelassener Halloween-Stimmung gab es vor einem Nachtklub beim Wiener Prater plötzlich einen Rettungseinsatz.
Ein Security-Mitarbeiter griff in der Nacht auf Sonntag zu einem Pfefferspray und sprühte in Richtung zahlreicher wartender Besucher. Rund 40 Menschen mussten daraufhin medizinisch versorgt werden, drei junge Gäste kamen ins Spital. Auch ein Polizist wurde verletzt.
Der Vorfall ereignete sich vor einem Klub in der Waldsteingartenstraße. Dort sollte die Halloween-Feier eigentlich ganz im Zeichen von Hip-Hop, R&B, Rap und Latin stehen.
Unter dem Namen "Trapped in Hell" hatte der Wiener Klub zu einer Halloween-Veranstaltung geladen. Schon im Vorfeld waren sämtliche Eintrittskarten verkauft.
Trotzdem versuchten zahlreiche weitere Besucher, in das Lokal zu gelangen. Vor dem Eingang bildete sich ein massiver Andrang. Dutzende Menschen drängten in Richtung Einlass.
Die Situation wurde schließlich so unübersichtlich, dass die Polizei verständigt wurde.
Als die alarmierten Beamten eintrafen, fanden sie vor dem Nachtklub eine große Menschenansammlung vor.
Auch die Sicherheitsmitarbeiter befanden sich im Eingangsbereich. Wegen des starken Gedränges war es für die Polizisten zunächst schwierig, mit ihnen Kontakt aufzunehmen.
Die Beamten versuchten, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen und mögliche Maßnahmen zu prüfen. Doch dann eskalierte die Situation.
Einer der Türsteher setzte unvermittelt einen Pfefferspray gegen die wartende Menschenmenge ein.
Mehrere Personen wurden von dem Reizstoff getroffen. Die Berufsrettung Wien musste daraufhin rund 40 Betroffene medizinisch versorgen.
Für drei junge Besucher reichte die Behandlung vor Ort nicht aus: Zwei 18-Jährige und eine 19-Jährige wurden mit der Rettung in ein Krankenhaus gebracht.
Nicht nur die Klubbesucher waren von dem Pfefferspray betroffen. Auch ein Polizist erlitt Verletzungen durch den Reizstoff.
Der Beamte wurde noch am Einsatzort von der Rettung behandelt. Anschließend konnte er seinen Dienst fortsetzen.
Gegen den 23-jährigen Security-Mitarbeiter, einen österreichischen Staatsbürger, wurde Anzeige wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung erstattet.
Damit endete die ausverkaufte Halloween-Veranstaltung vor dem Klub mit einem Großeinsatz der Rettung und strafrechtlichen Konsequenzen für einen der Sicherheitsmitarbeiter.