Salzburg hält den Druck auf Rapid aufrecht, Sturm reißt hinter den Spitzenklubs ab! Die "Bullen" entschieden am Sonntag das Schlagerspiel der zwölften Ligarunde gegen Sturm Graz in einer regelrechten Torshow mit 4:3 für sich.
Die Salzburger verkürzten den Rückstand auf die Hütteldorfer auf drei Zähler. Sturm hat vor der anstehenden Länderspielpause hingegen schon 14 Punkte Rückstand auf Platz 1 und ist hinter Hartberg als Fünfter aktuell nur die zweite Kraft der Steiermark. Die Grazer sind seit fünf Spielen sieglos.
Dabei konnten die "Blackys" einen Blitz-Rückstand früh in eine Heim-Führung drehen. Haris Tabakovic hatte die Gäste mit einem Ferserl traumhaft jubeln lassen (5.). Ex-"Bulle" Oumar Diakite (14., 18.) schnürte einen Doppelpack, erzielte im siebenten Ligaspiel die Treffer acht und neun. Doch auch die Antwort der Salzburger ließ nicht lange auf sich warten.
Leandro Morgalla schlug noch vor der Pause zu (29.). Damir Redzic sorgte nach dem Seitenwechsel für die zweite Führung der Gäste (67.). Es folgten sieben verrückte Minuten: Erst glich Jon Gorenc Stankovic aus (70.), ehe Jesper Lindström für den späteren 4:3-Endstand sorgte (74.).
Das emotionale Topspiel musste Salzburg-Trainer Danny Röhl bereits in Halbzeit eins von der Tribüne aus verfolgen – nach Kritik sah er Glattrot.
Torschütze Lindström: "Es war ein wichtiges Spiel vor der Länderspielpause. Wir haben versucht, unser Spiel zu spielen. Es war nicht einfach. Am Ende sind wir aber sehr glücklich. Sturm spielt eine andere Art von Fußball, macht das aber sehr gut. Es ist großartig, Matchwinner zu sein."
Sturms 17-jähriges Wunderkind zeigte sich über die Niederlage enttäuscht, darf nach seiner ersten Einberufung in den kommenden Wochen aber auf sein ÖFB-Länderspieldebüt hoffen: "Ich freue mich einfach auf die Mannschaft. Ich kenne sie alle nur aus dem Fernsehen. Sie alle kennenzulernen wird wirklich cool."