Zitronensäure wirkt Wunder, löst Kalkablagerungen dort, wo täglich Wasser Spuren hinterlässt: im Bad und in der Küche, und wirkt sogar bei der Pediküre.
Wer einmal die Rückseite seiner Putzmittel liest, entdeckt schnell, was darin enthalten ist: Citric Acid, Citrate oder Sodium Citrate. Hinter dem komplizierten Namen verbirgt sich schlicht Zitronensäure.
Bevor man loslegt, gibt es wichtige Regeln: Vorsicht bei Marmor oder Naturstein, da Säuren empfindliche Oberflächen angreifen können. Man darf die Zitronensäure niemals mit Chlorreinigern mischen, da dabei reizende Dämpfe entstehen können. Wer empfindliche Haut hat, sollte bei der Reinigung Handschuhe tragen.
Für ein angenehmes Pflegebad reicht bereits ein gestrichener Teelöffel Zitronensäure auf etwa 4 bis 5 Liter warmes Wasser aus.
Die Säure hilft, verhornte Haut sanft aufzuweichen und Gerüche zu neutralisieren. Besonders wirksam ist die Kombination mit Epsom Salt (Bittersalz) in einer Menge von 2 bis 3 Esslöffeln. Das Magnesiumsulfat entspannt und fördert die Durchblutung. Das Wasser sollte stets nur warm, nicht heiß sein und die Füße sollten etwa 10 bis 15 Minuten lang baden. Danach gut abtrocknen und eincremen.
Citric Acid wird von der Beauty-Industrie als Fruchtsäure (AHA) eingesetzt. Überall dort, wo man Verhornungen auflösen und die Haut zum Strahlen bringen möchte. Sie wird jedoch stets gering dosiert eingesetzt, da höhere Konzentrationen die Haut reizen können.
Im Bad zeigt sich der Effekt oft am schnellsten. Armaturen glänzen wieder wie neu, wenn man sie kurz mit einer Zitronensäurelösung abwischt. Auch der Duschkopf wird zum Problemfall vieler Haushalte. Einfach über Nacht in einen Kübel mit der Lösung einlegen.
Wer sich über milchige Glasduschen oder matte Fliesen ärgert, braucht oft keinen neuen Reiniger. Selbst Spiegel und Duschwände werden streifenfrei sauber.
Hinter den meisten gekauften Glasreinigern steht ein simples Prinzip: Wasser, etwas Zitronensäure gegen Kalk und Alkohol für streifenfreien Glanz.
Für einen DIY-Glasreiniger mischt man einen halben Liter warmes Wasser, einen Teelöffel Zitronensäure und einen Spritzer Spülmittel. Ein Trick kommt noch zum Schluss: ein Schuss Wodka oder medizinischer Alkohol (Spiritus/Isopropanol). Dieser verdunstet schnell und verhindert, dass Schlieren zurückbleiben.
Gerade dort, wo sich hartnäckiger Kalk und Urinstein ablagern, kann die günstige Zitronensäure sehr wirksam sein. 1 bis 2 Esslöffel direkt in die Toilette streuen, besonders dort, wo sich Ablagerungen festsetzen.
Danach warmes Wasser (nicht kochend!) nachgießen, damit sich das Pulver besser verteilt. Mindestens 30 Minuten einwirken lassen – bei starken Verkalkungen auch über Nacht. Anschließend mit der WC-Bürste nacharbeiten und spülen. Das entfernt Kalk, Vergilbungen durch Urin und unangenehme Gerüche.
Beim Enthärten von Küchengeräten gehört Zitronensäure zu den einfachsten und effektivsten Hausmitteln.
Für die Reinigung einen Teelöffel Zitronensäure in den Wasserkocher geben und mit etwa einem halben Liter warmem Wasser aufzufüllen. Wichtig: Die Lösung nicht aufkochen lassen, sondern nur erwärmen, da zu hohe Temperaturen feste Rückstände bilden können. Nach rund 15 bis 20 Minuten löst sich der Kalk meist sichtbar von selbst.
Anschließend gut ausspülen, einmal mit frischem Wasser aufkochen und wegschütten.