Monstera, Milben & Co

Mehr Staub durch Pflanzen? 5 Mythen im Check

Ob Zimmerpflanzen, Bildschirm oder offene Fenster – rund um Staub kursieren viele Halbwahrheiten. Was wirklich dahintersteckt.
Heute Life
02.03.2026, 13:13
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Du hast gerade erst gesaugt – und schon liegt wieder ein feiner Film auf dem Regal. Besonders im Sonnenlicht wird er gnadenlos sichtbar: Staub gehört zum Alltag. Für Allergiker ist er sogar mehr als nur lästig: Hausstaubmilben und deren Hinterlassenschaften können sogar Beschwerden auslösen. Und auch technisch hat er es in sich: Zu viel Staub auf Heizkörpern kann die Heizleistung beeinträchtigen. Doch rund ums Thema kursieren viele Mythen: Hier kommen fünf bekannte Behauptungen auf den Prüfstand – und was wirklich dahintersteckt.

Mythos 1: Staub besteht nur aus Hautschuppen

Hausstaub ist ein bunter Mix aus organischen und anorganischen Stoffen: Dazu gehören Hautschuppen von Mensch und Tier, Fasern von Kleidung, Pollen, Hausstaubmilben, aber auch Sandkörner oder Abrieb von der Straße. Pro Tag und Quadratmeter kommen in einem durchschnittlichen Haushalt rund 6 Milligramm Staub zusammen. Das klingt wenig, summiert sich aber schnell.

Mythos 2: Trocknertücher helfen nicht gegen Staub

Doch, tatsächlich. Trocknertücher wirken antistatisch und können beim Staubwischen helfen: Sie hinterlassen einen feinen Film auf Oberflächen, der verhindert, dass sich Staub sofort wieder festsetzt. Verantwortlich dafür sind unter anderem kationische Tenside und Weichmacher. Wer keine Tücher verwenden möchte, kann etwas Weichspüler mit Wasser mischen und sparsam aufsprühen. Wichtig bleibt trotzdem: regelmäßig saugen – am besten mit einem leistungsstarken Gerät und gutem Filter. Sonst landet der Staub direkt wieder in der Raumluft.

Kissen, Teppiche und Vorhänge schüttelst du am besten draußen kräftig aus. Was dann noch übrig bleibt, saugst du am besten mit einem leistungsstarken Staubsauger samt gutem Filter weg. Achtung: Ist der Staubfilter nicht ausreichend, pustest du den Staub gleich wieder in die Luft.

Mythos 3: Zimmerpflanzen machen mehr Staub

Zimmerpflanzen sorgen nicht für mehr Staub – im Gegenteil: Studien zeigen sogar, dass Pflanzen die Staubmenge in Räumen reduzieren können. Der Eindruck, dass sie Staubmagneten sind, kommt daher, dass sich Staub auf den Blättern sammelt.

Das liegt daran, dass Pflanzen die Luftfeuchtigkeit erhöhen und durch ihre Blätter eine leichte elektrostatische Ladung erzeugen. Die etwas klebrigen Blätter fangen Staub besonders gut ein. Wichtig ist, dass du deine Pflanzen regelmäßig abstaubst, sonst können sie nicht richtig "atmen".

Mythos 4: Fernseher ist ein Staubparadies

Elektrische Geräte ziehen Staub besonders stark an, weil sie elektrostatisch geladen sind. Auf dem schwarzen Bildschirm vom Fernseher fällt das besonders auf. Übrigens: Drucker sind noch schlimmere Staubfänger, weil das Tonerpulver zusätzlichen Staub verursacht. Ganz verhindern lässt sich das nicht – regelmäßiges Abwischen bleibt die beste Lösung.

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Mythos 5: Staub kommt nur von draußen

Eine Studie aus den USA hat ergeben: Rund 60 Prozent des Hausstaubs stammen tatsächlich von außen – etwa durch offene Fenster, Schuhe oder Kleidung. Die restlichen 40 Prozent entstehen direkt in der Wohnung: durch Textilfasern, Möbelabrieb, Hautschuppen und Milbenreste. Komplett vermeiden lässt sich Staub also nicht.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.03.2026, 13:16, 02.03.2026, 13:13
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