Zu viel des Guten

Ertränkst du deine Pflanzen, ohne es zu merken?

Die Erde ist feucht, die Blätter werden gelb – und plötzlich kippt die Stimmung im Blumentopf. Warum zu viel Wasser gefährlicher ist als zu wenig.
Heute Life
27.02.2026, 14:41
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Die Blätter hängen, also greifst du zur Gießkanne. Schließlich soll es deiner Pflanze gut gehen. Doch genau hier passiert oft der größte Pflegefehler: Nicht zu wenig Wasser macht Zimmerpflanzen zu schaffen, sondern zu viel. Was gut gemeint ist, kann im Blumentopf schnell zum Problem werden – und die Wurzeln langsam ersticken.

Lieber zu wenig als zu viel

Pflanzen brauchen Wasser – aber eben nicht dauerhaft nasse Füße. In Töpfen fehlt die natürliche Drainage, wie in der freien Natur. Bleibt die Erde ständig feucht, bekommen die Wurzeln keinen Sauerstoff mehr. Die Folge: Sie faulen. Gelbe, schlaffe Blätter oder ein modriger Geruch sind erste Warnzeichen. Besonders problematisch ist häufiges "Nachkippen" in kleinen Mengen – das hält die Erde dauerhaft nass, ohne die Pflanze richtig zu versorgen.

Überwässerung erkennt man meist schneller als gedacht: Typisch sind weiche, gelbliche Blätter, schwarze Wurzelspitzen oder sogar Schimmel auf der Erdoberfläche. Auch Trauermücken fühlen sich in dauerhaft feuchter Erde wohl. Der einfachste Check: Finger zwei Zentimeter tief in die Erde stecken. Fühlt es sich noch feucht an? Dann heißt es: Gießkanne lieber stehen lassen.

Diese Zimmerpflanzen reagieren besonders empfindlich

Nicht jede Pflanze verzeiht zu viel Wasser: Besonders sensibel reagieren Sukkulenten, Kakteen, Aloe vera oder die Glücksfeder. Auch Lavendel im Topf und Orchideen mögen keine Staunässe. Ihre Wurzeln speichern Wasser – bekommen sie zusätzlich ständig Nachschub, faulen sie rasch. Tropische Pflanzen wie Monstera oder Calathea brauchen zwar regelmäßig Wasser, reagieren aber ebenfalls empfindlich auf dauerhaft nasse Erde.

Richtig gießen: So geht’s

  • Seltener, aber gründlich gießen: Lieber einmal durchdringend wässern, statt ständig kleine Mengen nachzukippen.
  • Überschüssiges Wasser entfernen: Steht Wasser im Untersetzer, unbedingt ausleeren – Staunässe schadet den Wurzeln.
  • Topf mit Abflussloch verwenden: Nur so kann überschüssiges Wasser abfließen.
  • Jahreszeit beachten: Im Winter brauchen die meisten Zimmerpflanzen deutlich weniger Wasser als im Sommer.
  • Kein fixer Gießplan: Licht, Temperatur und Standort bestimmen den tatsächlichen Bedarf – nicht der Kalender.

Diese 10 Zimmerpflanzen sind natürliche Klimaanlagen

Wer vor dem nächsten Griff zur Gießkanne kurz prüft und nicht automatisch gießt, sorgt dafür, dass seine Pflanzen nicht ertrinken, sondern wirklich aufblühen.

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