Die Shopping City Süd feiert einen runden Geburtstag. Vor genau 50 Jahren öffnete das Einkaufszentrum in Vösendorf (Bezirk Mödling) seine Türen. Am Freitag, dem 18. September, und Samstag, dem 19. September, steigt deshalb eine große Jubiläumsfeier mit Musik, Mode, Kulinarik und zahlreichen Aktionen.
1976 war das Konzept für Österreich noch völlig neu. Der Unternehmer Hans Dujsik ließ vor den Toren Wiens ein Einkaufszentrum nach amerikanischem Vorbild errichten. Zahlreiche Geschäfte unter einem Dach sollten das Einkaufen völlig verändern.
Das Konzept ging auf. Heute zählt die Westfield Shopping City Süd mit rund 205.600 Quadratmetern Mietfläche und 330 Marken und Konzepten zu den größten Einkaufszentren Europas.
Zum Geburtstag wird nun zwei Tage lang gefeiert. Im gesamten Einkaufszentrum sind Sonderangebote, Beauty- und Make-up-Stationen, Modeaktionen, Kulinarik sowie Mitmach-Aktionen geplant.
Auch Familien sollen auf ihre Kosten kommen. Dazu gibt es Live-Musik in der Mall. Ein Höhepunkt wartet diesen Freitagnachmittag: Dann wird die Water Plaza zur großen Bühne und Sänger JOSH tritt als Stargast auf. Für Mitglieder des Westfield Clubs sind zusätzlich Goodie Bags, Gewinne und spezielle Rabatte angekündigt.
In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich in der SCS einiges verändert. Bereits 1977 eröffnete dort der erste IKEA Österreichs. 1994 kam mit dem Multiplex ein großes Kino- und Erlebniszentrum dazu.
Ab 2012 wurde das Einkaufszentrum umfassend umgebaut und erhielt sein heutiges Erscheinungsbild. Neben den Geschäften spielen inzwischen auch Gastronomie, Sport und Veranstaltungen eine immer größere Rolle.
Besonders stark zeigt sich der Wandel bei der Gastronomie: Ihr Anteil in der SCS wurde auf mittlerweile 15 Prozent fast verdreifacht. "Die Westfield Shopping City Süd hat sich in 50 Jahren immer wieder weiterentwickelt", sagt Paul Douay, Managing Director Asset Management Central Europe bei Unibail-Rodamco-Westfield.
Heute entstehe Attraktivität aus dem Zusammenspiel von Marken, Gastronomie, Freizeit, Services und Orten, an denen Menschen gerne Zeit verbringen. Auch Handelsverbands-Chef Rainer Will sieht Frequenz und Aufenthaltsqualität als entscheidend, warnt aber vor zu hohen Standortkosten: "Miet- und Nebenkosten müssen in einem tragfähigen Verhältnis zu den Umsätzen stehen."
Zukunftsforscherin Theresa Schleicher erwartet unterdessen nicht weniger stationären Handel, sondern andere Flächen und Konzepte: "Ich sehe keine Renaissance von Fläche, sondern eine Renaissance besserer Fläche." Gastronomie, Freizeit und besondere Produkte würden wichtiger, weil Einkaufszentren heute nicht nur mit anderen Geschäften konkurrieren, sondern, wie Schleicher sagt, "mit dem bequemsten Ort: dem Sofa".
Mehr als 60 Gastronomiebetriebe sind heute Teil des Angebots. Dazu kommen Kino, Gaming, Familienunterhaltung und Sportangebote. Rund 5.200 Menschen arbeiten im gesamten Center.
Wer bei der Geburtstagsparty dabei sein will, muss zumindest für den Eintritt nichts zahlen – die Feier am 18. und 19. September ist kostenlos.