Wiener Neustadt ließ europäische Haftbefehle ausstellen. Monate später klickten schließlich die Handschellen." fetchpriority="high" />
In der Nacht auf den 22. Februar 2026 schlug eine vorerst unbekannte Tätergruppe in einem Motorradfachgeschäft im Bezirk Baden zu. Gegen 3.15 Uhr brachen die Kriminellen gewaltsam in das Geschäft ein und ließen vier fabrikneue Motorräder mitgehen. Der Schaden: rund 50.000 Euro.
Doch die Polizei kam den Tätern rasch auf die Spur. Die Ermittler konnten einen weißen Kastenwagen als Fluchtfahrzeug ausforschen. Gemeinsam mit ihren ungarischen und rumänischen Kollegen stellten sie fest, dass die Verdächtigen über Ungarn in Richtung Rumänien unterwegs waren.
Nur wenige Stunden nach dem Einbruch, gegen 10 Uhr, entdeckten ungarische Polizisten den verdächtigen Kastenwagen nahe der rumänischen Grenze. Als sie das Fahrzeug stoppen wollten, gab der Lenker plötzlich Gas.
Die Flucht führte über eine Autobahnabfahrt bis nach Rumänien. Dort verlor der Fahrer offenbar die Kontrolle über den Wagen, der schließlich umkippte. Die Insassen ergriffen zu Fuß die Flucht. Im Laderaum machten die Polizisten einen brisanten Fund: Alle vier in Niederösterreich gestohlenen Motorräder waren noch an Bord. Die Maschinen wurden sichergestellt.
Für zwei mutmaßliche Täter wurde die Luft zunehmend dünner. Durch die Auswertung von Spuren am Tatort und im Fluchtfahrzeug konnten die Ermittler zwei rumänische Staatsbürger im Alter von 21 und 25 Jahren ausforschen.
Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ließ europäische Haftbefehle ausstellen. Monate später klickten schließlich die Handschellen: Der 21-Jährige wurde am 1. September in Italien festgenommen, sein 25-jähriger mutmaßlicher Komplize am 14. September in Rumänien.
Beide Männer wurden mittlerweile nach Österreich ausgeliefert. Bei ihren Einvernahmen verweigerten sie die Aussage. Sie wurden in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.
Besonders bitter für den geschädigten Händler: Obwohl die vier gestohlenen Motorräder bereits wenige Stunden nach dem Einbruch sichergestellt wurden, befinden sie sich bis heute in Rumänien. Zurückbekommen hat er die Maschinen noch immer nicht.