Großer Bahnhof für einen Mann, der für den weltberühmten Klavierhersteller Bösendorfer eine wichtige Rolle spielt: Yamaha-Topmanager Seiichi Yamaguchi wurde in Krems mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Überreicht wurde die hohe Ehrung von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).
Der Japaner ist seit Jahrzehnten für den Yamaha-Konzern tätig und hat sich laut Mikl-Leitner besonders für den traditionsreichen Bösendorfer-Standort in Wiener Neustadt eingesetzt. Seit 2008 gehört die österreichische Klaviermanufaktur zum japanischen Musikkonzern.
"Sie haben es möglich gemacht, dass Bösendorfer eine gute Zukunft hat, und dass wir weiterhin sagen können: ,Made in Lower Austria'", würdigte die Landeshauptfrau den Spitzenmanager. Yamaguchi begann seine Karriere bei Yamaha bereits 1985. Es folgten internationale Stationen in den USA, Europa und Asien. Seit April 2026 steht er als Präsident an der Spitze der Yamaha Corporation of America.
Die Ehrung fand im Rahmen des Österreichisch-japanischen Komitees für Zukunftsfragen statt, das heuer in Krems tagte. Das Gremium bringt seit 1990 Vertreter beider Länder zusammen. Mikl-Leitner erinnerte dabei auch an die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Japan. Besonders stolz zeigte sie sich auf den österreichischen Pavillon bei der Expo 2025 in Osaka. Dort war ein selbstspielender Bösendorfer-Flügel eine der Attraktionen.
Das Instrument vereine "Handwerk und Hightech" und stehe sinnbildlich für die Verbindung zwischen Niederösterreich und Japan, erklärte die Landeshauptfrau.
Mit dem Ehrenzeichen wolle man Yamaguchi nicht nur mit Worten, sondern auch mit einem sichtbaren Zeichen für seine Verdienste danken, betonte Mikl-Leitner.
Der Geehrte zeigte sich bewegt und bedankte sich für die hohe Auszeichnung. Dabei blickte er auf die Übernahme von Bösendorfer durch Yamaha und seine langjährige Tätigkeit als Ko-Vorsitzender des Österreichisch-japanischen Komitees zurück.
Auch der österreichische Ko-Vorsitzende Wolfgang Mazal und Japans Botschafter Kiminori Iwama nahmen an der Veranstaltung teil.
Die Verbindung zwischen Japan und Niederösterreich ist damit längst mehr als eine wirtschaftliche Partnerschaft: In Wiener Neustadt entstehen weiterhin jene weltberühmten Klaviere, die seit fast zwei Jahrzehnten zum japanischen Yamaha-Konzern gehören.