Goldzahn-Diebe gesucht

180 Gräber geschändet – Jetzt läuft TV-Fahndung

Eine unfassbare Serie von Grabschändungen erschüttert Niederösterreich. Jetzt soll eine TV-Fahndung helfen, die skrupellosen Täter zu finden.
13.10.2026, 04:30
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Es sind Taten, die selbst erfahrene Ermittler fassungslos machen: Auf insgesamt 18 Friedhöfen in Niederösterreich wurden zwischen April 2025 und April 2026 rund 180 Gräber und Gruften aufgebrochen – "Heute" berichtete. Die Täter hatten es auf Goldzähne und wertvolle Grabbeigaben abgesehen. Bis heute fehlt von den Verantwortlichen jede Spur.

Jetzt wird der erschütternde Fall österreichweit im Fernsehen aufgerollt. In der ServusTV-Sendung "Fahndung Österreich" diesen Mittwoch, 14. Oktober, um 20.15 Uhr hoffen die Ermittler auf entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung.

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Täter stiegen in Gruften und zerschlugen Särge

Die Vorgehensweise der unbekannten Grabräuber war besonders pietätlos. Sie öffneten schwere Grabplatten, stiegen in die Ruhestätten hinab und brachen die Särge auf. Anschließend durchsuchten sie die sterblichen Überreste nach Wertgegenständen.

Dabei machten die Täter nicht einmal vor den Gebeinen der Verstorbenen halt. Wie bereits im Frühjahr bekannt wurde, wurden manchen Toten Zähne und sogar ganze Unterkiefer herausgebrochen. Die Polizei vermutet, dass die Unbekannten gezielt nach Zahngold suchten.

Besonders perfide: Nach ihren Taten schoben die Grabräuber die Grabplatten wieder zurück. Dadurch blieben manche Einbrüche wochenlang unentdeckt.

Angehörige in Angst um ihre Liebsten

Bereits im April berichtete "Heute" über damals 96 bekannte Grabschändungen in sieben niederösterreichischen Bezirken. Nun ist von insgesamt rund 180 betroffenen Gräbern und Gruften die Rede.

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Für die Hinterbliebenen ist die Serie ein Albtraum. Manche Angehörige kontrollierten nach Bekanntwerden der Einbrüche sogar selbst die Grabstätten ihrer verstorbenen Familienmitglieder. "Meine Gräber sind mein Heiligtum", erklärte eine betroffene Friedhofsbesucherin damals etwa gegenüber dem ORF.

Die Ermittler gehen davon aus, dass mehrere Täter am Werk waren. Schließlich mussten teilweise schwere Grabplatten bewegt und massive Särge aufgebrochen werden. Das Landeskriminalamt Niederösterreich hofft nun, dass sich durch die Fernsehausstrahlung neue Spuren ergeben.

Auch Mordversuch und vermisste Frau werden aufgerollt

Neben der niederösterreichischen Grabschändungsserie stehen fünf weitere ungelöste Kriminalfälle im Mittelpunkt der Sendung.

Darunter ist ein brutaler Mordversuch in Wien-Meidling. Ein 26-Jähriger soll im Februar 2026 seinen schlafenden Schwager attackiert, auf ihn eingeschlagen und schließlich mit einem Messer zugestochen haben. Das Opfer überlebte nur knapp. Nach dem Verdächtigen wird mit europäischem Haftbefehl gesucht. Weitere Fälle betreffen eine seit Juni 2024 vermisste Wanderin aus Oberösterreich, einen mutmaßlichen russischen Spion sowie verschwundene Kulturgüter.

Olympiasieger live im Studio

Für Aufsehen dürfte auch ein prominenter Studiogast sorgen: Ex-Skispringer und Olympiasieger Thomas Morgenstern spricht über den Diebstahl seines Hubschraubers Ende September – "Heute" berichtete.

Moderator Hans Martin Paar präsentiert die sechs ungelösten Kriminalfälle am Mittwoch, 14. Oktober, ab 20.15 Uhr live auf ServusTV und ServusTV On.

Vor allem in Niederösterreich hoffen die Ermittler auf den entscheidenden Hinweis. Wer verdächtige Beobachtungen auf Friedhöfen gemacht hat, kann sich beim Landeskriminalamt Niederösterreich unter 059 133 30-3333 melden.

VF, 13.10.2026, 04:30