St. Pölten darf der Mann wieder Kinder betreuen." fetchpriority="high" />
Monatelang sorgte der Fall für Aufregung, nun ist der betroffene Freizeitpädagoge zurück im Dienst! Nach den heftigen Anschuldigungen rund um angebliche "Hundespiele" in einer schulischen Tagesbetreuung in St. Pölten darf der Mann wieder Kinder betreuen. Und das sogar am selben Standort, an dem die Vorwürfe ursprünglich aufgekommen waren.
Wie der "Kurier" berichtet, bestätigte die Stadt St. Pölten, dass der Pädagoge bereits seit September 2026 wieder im Einsatz ist. Zuvor hatte es nicht nur behördliche Schritte, sondern auch eine Unterschriftenaktion von Eltern gegeben, die sich für den Mann starkmachten.
Auf Anfrage des "Kurier" erklärte das Rathaus, dass sämtliche erforderlichen dienstrechtlichen Schritte durchgeführt worden seien. Der Freizeitpädagoge sei mit Beginn des neuen Schuljahres wieder an seinen Arbeitsplatz zurückgekehrt.
Auch von der Justiz gibt es Neuigkeiten: Laut Stadt wurde ein von der Staatsanwaltschaft St. Pölten eröffnetes Ermittlungsverfahren mittlerweile eingestellt, berichtet der "Kurier". Damit hat der Fall, der im Mai für heftige Diskussionen gesorgt hatte, eine entscheidende Wende genommen.
Dass der Mann wieder arbeiten darf, dürfte auch jene Eltern freuen, die sich in den vergangenen Monaten für ihn eingesetzt hatten. Denn während die ursprünglichen Anschuldigungen für Empörung sorgten, zeichneten andere Eltern ein völlig anderes Bild des Betreuers. Gegenüber dem "Kurier" lobten sie dessen Arbeit und beschrieben ihn als verantwortungsbewusst und engagiert.
Schließlich wurde sogar eine Unterschriftenaktion gestartet, mit der sich Eltern für eine Rückkehr des Pädagogen einsetzten.
Ein Vater hatte im Mai mit einem Beitrag in den sozialen Medien schwere Vorwürfe gegen den Betreuer erhoben – "Heute" berichtete. Demnach sollen Kinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren bei sogenannten "Hundespielen" an Schnüren wie an Hundeleinen geführt worden sein. Auch Kommandos wie "Sitz" und "Platz" sollen dabei eine Rolle gespielt haben.
Besonders brisant: Laut den damaligen Anschuldigungen sollen Kinder teilweise über den Boden gezogen und an verschiedenen Körperstellen gestreichelt worden sein. Der Pädagoge soll sie dabei als "braves Hündchen" bezeichnet haben.
Die Vorwürfe wurden allerdings von anderen Eltern bestritten. Diese schilderten, dass die Kinder die Spiele selbst erfunden hätten und der Betreuer lediglich auf deren Sicherheit geachtet habe.
Die Angelegenheit beschäftigte damals sowohl die Stadt St. Pölten als auch die Bildungsdirektion Niederösterreich. Der Pädagoge wurde zunächst nicht mehr in der Betreuung eingesetzt.
Inzwischen ist er wieder zurück. Fest steht jedenfalls: Der Freizeitpädagoge betreut seit September wieder Kinder – genau dort, wo die umstrittenen Vorwürfe ihren Anfang nahmen.