"Kann mich selber wehren"

"Achtsamkeits-Schei*e" – Monika Gruber zuckt total aus

Monika Gruber und Nina Proll sind sich einig: Beim Thema übertriebene Sensibilität am Arbeitsplatz platzt beiden langsam der Kragen.
31.10.2026, 06:47
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

In ihrem Podcast "Die Gruaberin" nimmt Monika Gruber kein Blatt vor den Mund. Auch Schauspielerin Nina Proll, die diesmal bei der "Servus TV"-Produktion zu Gast war, teilt gerne ungefiltert ihre Meinung. Im Gespräch ging es um den zunehmenden Umgang mit Sensibilität und Rücksichtnahme im Berufsleben. Vor allem am Theater werde mittlerweile genau darauf geachtet, "dass kein falsches Wort fällt", erzählt Proll. Sogar eigens beschäftigte Intimitätskoordinatoren sollen bei körperlichen Szenen sicherstellen, dass sich alle Beteiligten wohlfühlen.

Für Gruber ist diese Entwicklung allerdings schwer nachvollziehbar. "Wenn ich das schon höre... nervt das nicht?", platzt es aus ihr heraus. Aus ihrer eigenen Zeit als Kellnerin habe sie einen anderen Zugang mitgenommen: "Ich habe 20 Jahre meines Lebens gekellnert, wenn ich da jedes Mal einen Nervenzusammenbruch bekomme, wenn mir da wer auf den Arsch gehaut hat..." Sie betont: "Ich kann mich selber wehren."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Proll und Gruber einer Meinung

Die Kabarettistin legt noch nach und erklärt: "Ich bin der Meinung, in einer freiheitlichen Gesellschaft, kann ich auch aushalten, wenn mal einer einen Schritt zu weit geht – den kann ich ja dann in die Grenzen verweisen."

Auch ihre Vorstellung von einem übertrieben vorsichtigen Umgang mit solchen Situationen schildert sie drastisch: "Immer dann jemanden als Anstands-Wauwau an der Seite zu haben, der dann sagt, oh, na da, die Hand da, ist das in Ordnung für dich..."

Mit einem weiteren überspitzten Vergleich treibt sie ihre Kritik auf die Spitze: "Die selben Leute wollen dann gegen den Russen Krieg führen! Sagen die dann auch, ist das in Ordnung, wenn ich dich jetzt abknall?" Zugleich räumt sie ein: "Mich nervt das manchmal."

Proll kann den Unmut durchaus nachvollziehen: "Mir geht es ähnlich." Sie denkt dabei an die 90er-Jahre zurück, als Schauspieler körperliche Szenen untereinander besprochen und selbst geklärt hätten.

Dass dafür heute zusätzliche Vermittler nötig sind, überzeugt sie nicht ganz: "Es bleibt dir ja letztendlich das Ausmachen nicht erspart – die Entscheidung, möchte ich das oder möchte ich das nicht, die bleibt ja trotzdem."

red, 31.10.2026, 06:47
Weitere Storys