Robocalls sind automatisierte Anrufe, die massenhaft versendet werden und eine echte Bedrohung darstellen. Sobald man abhebt, wird die eigene Nummer als aktiv registriert – und damit zum Ziel für weitere Angriffe.
Kriminelle verkaufen diese verifizierten Nummern in Datenbanken oder nutzen sie für Identitätsdiebstahl und teure Rückrufe zu Premiumnummern. Die Systeme erfassen sogar den Zeitpunkt der Anrufannahme und analysieren Antwortmuster.
Nach Angaben von "chip.de" wird es mithilfe moderner KI-Technologien immer einfacher, täuschend echte Stimmklone zu erzeugen. Diese werden dann für sogenanntes Voice-Phishing genutzt. Allein ein "Hallo" zum Gesprächsbeginn kann schon ausreichen, um in Gefahr zu geraten.
Experten raten: Niemals auf unbekannte Nummern zurückrufen, da dies teure Premiumdienste aktivieren könnte. Schutz-Apps wie Truecaller oder Hiya können helfen, verdächtige Anrufe zu blockieren.
Zusätzlich empfiehlt es sich, sich in die Robinsonliste einzutragen, um unerwünschte Werbeanrufe zu reduzieren. Wichtig ist es außerdem, niemals sensible Daten am Telefon weiterzugeben. Bei einem unsicheren Gefühl sollte man selbst bei der echten Bank oder Behörde anrufen.