Skandal erschüttert Spital

Ärzte setzen Bub (2) Spenderherz mit Gefrierbrand ein

Ein kleiner Bub aus Neapel kämpft um sein Leben, nachdem ein offenbar beschädigtes Spenderherz transplantiert wurde – die Eltern wussten nichts davon.
Newsdesk Heute
11.02.2026, 17:57
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Ganz Italien bangt um einen erst zwei Jahre alten Tommaso mit einem angeborenen Herzfehler. Seit mehr als 50 Tagen liegt er auf der Intensivstation eines Spitals in Neapel, wird künstlich am Leben gehalten. Jetzt wird europaweit fieberhaft nach einem neuen Spenderherz gesucht.

Der tragische Hintergrund: Am 23. Dezember war in Südtirol ein vierjähriger Bub in einem Schwimmbad ertrunken. Sein Herz sollte dem kranken Kind in Neapel das Leben retten. Das Organ wurde in Bozen entnommen und über rund 800 Kilometer in den Süden gebracht. Doch beim Transport passierte offenbar ein folgenschwerer Fehler.

Statt wie üblich in normales Eis wurde das Herz in deutlich kälteres Trockeneis gelegt. Dieses erreicht Temperaturen von mehr als minus 78 Grad. Bei der Ankunft in Neapel war das Organ "buchstäblich erfroren". Es wurde durch Gefrierbrand irreparabel beschädigt.

Tommaso schwebt in Lebensgefahr

Trotz des bekannten Schadens wurde das Herz transplantiert! Das bestätigte nun der Anwalt der Eltern. Der Grund dürfte dramatisch gewesen sein – das eigene Herz des Kindes war zu diesem Zeitpunkt bereits entfernt worden.

Die Eltern geben an, von alledem nichts gewusst zu haben. Die Mutter sagte verzweifelt: "Mein Sohn führte ein fast normales Leben. Er nahm Medikamente, spielte und aß regelmäßig. Jetzt liegt er seit Wochen im künstlichen Koma und schwebt in Lebensgefahr."

Zwei Ärzte des Krankenhauses wurden inzwischen von Operationen suspendiert und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Sowohl in Bozen als auch in Neapel laufen Ermittlungen, das Krankenhaus hat eine interne Untersuchung gestartet.

Der Bub leidet seit seinem vierten Lebensmonat an einem schweren Herzfehler. Schon lange wurde nach einem passenden Organ gesucht. Nun hängt sein Leben erneut an einem seidenen Faden – und ganz Europa hofft auf ein Wunder.

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