Am Weg zur Arbeit

Ärztin vergisst Baby (1) in Hitze-Auto – tot

Eine Ärztin (61) soll ihre Enkelin in Kentucky stundenlang im Auto vergessen haben. Das einjährige Mädchen konnte nicht mehr gerettet werden.
André Wilding
24.08.2026, 13:31
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Ein folgenschweres Vergessen endete in Kentucky mit dem Tod eines einjährigen Mädchens. Die 61-jährige Ärztin Stacey Fazenbaker war am 13. August mit ihrer Enkelin Scottie Crowell unterwegs. Eigentlich sollte sie das Kind auf dem Weg zur Arbeit in einer Betreuungseinrichtung absetzen.

Doch dazu kam es nicht. Die Großmutter soll vergessen haben, ihre Enkelin abzugeben. Gegen 8 Uhr stellte sie ihr Auto auf dem Parkplatz der "Owensboro Health Multicare"-Klinik ab und ging zur Arbeit. Das Mädchen blieb dem Bericht zufolge im Kindersitz auf der Rückbank zurück.

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Vater wollte Tochter abholen

Erst rund acht Stunden später fiel auf, dass Scottie nie in der Betreuungseinrichtung angekommen war. Gegen 16 Uhr wollte der Vater seine Tochter dort abholen. Ihm wurde mitgeteilt, dass das Mädchen an diesem Tag gar nicht gebracht worden war.

Daraufhin kontaktierte er seine Frau. Diese rief wiederum Fazenbaker an. Die Ärztin eilte gemeinsam mit Kollegen zu ihrem Wagen.

Dort fanden sie das leblose Kind auf der Rückbank. Scottie wurde aus dem Kindersitz geholt, alarmierte Rettungskräfte versuchten anschließend, das Mädchen wiederzubeleben. Die Maßnahmen blieben jedoch erfolglos.

35 Grad Außentemperatur

Wie heiß es im Inneren des Fahrzeugs tatsächlich wurde, ist nicht eindeutig. Fest steht laut dem Bericht, dass die Außentemperatur an diesem Tag in der rund 20.000 Einwohner zählenden Stadt bei 35 Grad lag.

Das Baby hatte sich rund acht Stunden im abgestellten Wagen befunden.

Ärztin droht Haftstrafe

Der Fall könnte für die 61-Jährige auch strafrechtliche Konsequenzen haben. In Kentucky gibt es einen eigenen Straftatbestand für Fälle, bei denen ein Kind unter acht Jahren stirbt, nachdem es in einem Fahrzeug zurückgelassen wurde.

Dem Bericht zufolge könnten dafür fünf bis zehn Jahre Haft drohen. Sollte die Staatsanwaltschaft von fahrlässiger Tötung ausgehen, wäre demnach eine Haftstrafe zwischen einem und fünf Jahren möglich.

Fazenbaker unterzog sich nach dem tragischen Vorfall freiwillig einem Alkohol- und Drogentest.

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