Eine Krebserkrankung betrifft immer mehr Menschen. Anfang 2025 lebten in Österreich rund 409.000 Menschen mit einer Krebsdiagnose, die Zahlen steigen seit Jahren kontinuierlich an.
Allein im Vorjahr wurden in Niederösterreich 5.312 Männer und 4.458 Frauen neu diagnostiziert. Gleichzeitig wächst aber auch die Zahl jener, die mit der Krankheit zumindest halbwegs gut weiterleben können. Der Grund dafür liegt laut Statistik Austria vor allem in deutlich besseren Überlebenschancen durch moderne Medizin.
Am häufigsten wurden in Niederösterreich Brust-, Prostata-, Lungen- und Darmkrebs diagnostiziert. 2024 starben im Bundesland 2.555 Männer und 2.042 Frauen an den Folgen einer Krebserkrankung. Fachleute betonen, dass eine frühe Diagnose entscheidend ist: Screening-Programme, die Krebs schon in einem frühen Stadium erkennen, haben die Überlebensraten in den vergangenen Jahren spürbar verbessert. Zudem ermöglichen personalisierte Therapien immer öfter schonende, ambulante Behandlungen.
Zum Weltkrebstag am 4. Februar rückt Niederösterreich daher Prävention und Unterstützung in den Fokus. Ein sichtbares Zeichen ist die Charity-Aktion "Laufen gegen Krebs".
"Mit der Charity-Aktion möchten wir ein Bewusstsein für das Thema schaffen und zugleich wichtige Spenden für die Krebsbekämpfung sammeln", erklärte NÖ-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (VP). Der virtuelle Lauf findet von 16. bis 19. April statt, die Schulchallenge für Kinder und Jugendliche läuft von 7. bis 17. April.
Allein im Jahr 2025 kam bei den beiden virtuellen Veranstaltungen eine Rekordsumme von 160.109 Euro zusammen, die der NÖ Krebshilfe sowie der Stammzellspenden-Initiative des Roten Kreuzes zugutekommt.
Parallel dazu setzt Niederösterreich auf eine spezialisierte Behandlung. Im Krebsbehandlungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt wurden bisher rund 3.300 Patienten mit Ionentherapie behandelt, darunter auch Kinder und Jugendliche. Am Uniklinikum St. Pölten liegt ein Schwerpunkt auf Blutkrebs.
"Die erste intensive Therapie zur Behandlung dieser Erkrankungen wurde am UK St. Pölten im Jahr 2014 durchgeführt. Seither stieg die Anzahl behandelter Patientinnen und Patienten kontinuierlich an", sagte Martin Wiesholzer, Leiter der klinischen Abteilung für Innere Medizin 1.