Am 1. Oktober hat es in weiten Teilen Österreichs geregnet - und damit bringt der Wettergott eine uralte Bauernregel ins Spiel. Der Spruch lautet: "Regen an Sankt Remigius bringt den ganzen Monat Verdruss." Ist für die erste Oktoberwoche noch weitgehend schönes Wetter angesagt, könnte sich die Situation danach ändern.
Der heilige Remigius wird am 1. Oktober gefeiert, und seit Jahrhunderten gilt dieser Tag als Wetterzeiger für den ganzen Monat. Das heißt: Wenn es am Remigius-Tag nass ist, droht der Oktober oft von Regen und unbeständigem Wetter geprägt zu sein.
Und tatsächlich: Schon der Auftakt des Monats zeigte sich trüb, kühl und regnerisch. Meteorologen deuten an, dass der Herbst damit endgültig Einzug hält - nach einem ungewöhnlich warmen September könnte der Oktober nasskalt werden.
Bauernregeln beruhen auf jahrhundertealtem Erfahrungswissen: Bauern beobachteten über Generationen Wetter, Natur und Ernteerträge. Manche Regeln wie jene zum Siebenschläfer-Tag („Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt“) treffen in Mitteleuropa oft tatsächlich zu, weil stabile Wetterlagen im Sommer länger anhalten. Insgesamt dienen Bauernregeln heute eher als Wetterfolklore – spannend und oft charmant, aber keine präzisen Prognosen.
Historisch waren Bauernregeln wichtige Wegweiser für die Landwirtschaft, um Ernte, Aussaat und Viehhaltung besser planen zu können. Auch wenn moderne Wettermodelle heute exakter sind, haben viele dieser Sprichwörter erstaunlich oft recht.
Ob der Oktober nun wirklich ein "Monat voller Verdruss" wird, wird sich zeigen - der erste Regentag hat jedenfalls die alte Regel bestätigt.