Schock-Video aus Iran

Angehörige suchen vor Leichenhalle nach Vermissten

Ein verstörendes Video zeigt Dutzende Leichensäcke vor einer Leichenhalle südlich von Teheran. Die Bilder gehen unter die Haut.
Newsdesk Heute
12.01.2026, 15:47
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Laut "20 Minuten" liegen die Leichen vor der Leichenhalle in Kahrisak. Angehörige irren auf der Suche nach ihren vermissten Familienmitgliedern zwischen den Leichensäcken umher. Das Video wurde am Samstag erstmals im Internet geteilt. Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass es sich bei den Toten um Opfer der brutalen Niederschlagung der Proteste durch das Regime handelt.

Die Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen erklärte: Das Video "zeigt eine große Zahl von Menschen, die während der landesweiten Proteste im Iran getötet wurden".

Hunderte Menschen tot

Auch die Menschenrechtsgruppe Hengaw aus Norwegen hat laut eigenen Angaben Fotos und Videos geprüft. Sie berichten von "Dutzenden blutverschmierten Leichen innerhalb und außerhalb der Leichenhalle von Kahrisak". Das Material belege "ein ausgedehntes und schweres Verbrechen".

Aktivisten werfen den Sicherheitskräften vor, unter dem Schutz der Internetsperre mit scharfer Munition gegen die Protestierenden vorgegangen zu sein. Die Proteste dauern mittlerweile seit zwei Wochen an. Schon jetzt wird befürchtet, dass Hunderte Menschen getötet wurden.

Internetsperre lähmt das Land

Die von der Staatsführung verhängte Internetsperre hält auch nach dreieinhalb Tagen weiter an. Laut der Organisation Netblocks war am Montag in der Früh die 84-Stunden-Marke überschritten. Das meldeten die Experten auf der Plattform X.

Netblocks betont aber, dass es Möglichkeiten gibt, die Sperre zu umgehen – etwa mit Kurzwellenradio, Mobilfunk in Grenznähe, dem Satellitennetzwerk Starlink oder Satellitentelefonen.

Proteste wegen schlechter Wirtschaftslage

Die Proteste hatten Ende Dezember begonnen – der Auslöser war die Wut über die miserable Wirtschaftslage. In der Nacht auf Freitag kam es zu den bislang größten Demonstrationen seit Beginn der Protestwelle.

In mehreren Städten wurden lautstark Slogans gegen die religiöse und politische Führung des Iran gerufen. Die Human Rights Activists News Agency (HRANA) berichtet, dass bis zum 11. Jänner mindestens 544 Menschen ums Leben gekommen sind.

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