Zwei Jahre Haft

Angst im Railjet: Mann droht Frauen mit Geiselnahme

In Salzburg kam es zu einem Großaufgebot, nachdem ein Mann zwei Frauen mit einer Geiselnahme drohte. Nun wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt.
Newsdesk Heute
06.02.2026, 20:25
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Ein bedrohlicher Zwischenfall in einem Railjet der ÖBB hat nun ein gerichtliches Nachspiel: Ein 31-jähriger Mann, der zwei Frauen mit einer Geiselnahme bedroht hatte, ist am Freitag am Wiener Landesgericht zu zwei Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Der Angeklagte sowie die Staatsanwältin akzeptierten das Urteil – es ist damit rechtskräftig.

Wie berichtet, hatte sich der Vorfall am 3. November 2025 auf der Strecke Wien–Innsbruck in einem Großraumwagen ereignet und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der Mann, ein Lette mit vier Vorstrafen wegen Vermögensdelikten in Deutschland, sprach zwei Frauen aus Vorarlberg an und fragte, ob der Zug über Deutschland fahre.

Als die beiden dies bestätigten, erklärte er, dass er dort per Haftbefehl gesucht werde, und wollte wissen, ob der Railjet in Deutschland halte. Die Frauen verneinten – doch der Mann wirkte zunehmend aufgebracht.

"Wenn Polizei kommt, nimmt er uns als Geiseln"

"Er war ganz hibbelig und nervös", schilderte eine der beiden Reisenden vor Gericht. Immer wieder habe er gefragt, "ob die Polizei kommt. Dann hat er plötzlich gesagt, er hat eine Waffe dabei und wenn die Polizei kommt, nimmt er uns als Geiseln", gab die 29-Jährige zu Protokoll. Sie sei "schockiert" gewesen, auch weil der Mann mit seiner rechten Hand eine Pistole nachgeahmt habe.

Auch die zweite Frau empfand die Situation als äußerst bedrohlich. "Für mich war er relativ unberechenbar", sagte die 27-Jährige. Die beiden beschlossen daher, den Waggon zu verlassen und sich andere Plätze zu suchen. Doch als sie bemerkten, dass der Mann ihnen folgte, wandten sie sich an einen Zugbegleiter. "Weil wir Angst gehabt haben", erklärte die junge Frau im Gerichtssaal.

Großaufgebot am Bahnhof

Der ÖBB-Mitarbeiter alarmierte daraufhin die Polizei. Da die Beamten eine mögliche Geiselnahme nicht ausschließen konnten, wurde ein Großaufgebot zum Salzburger Hauptbahnhof geschickt. Dort wurde der Mann schließlich aus dem Zug geholt.

Bei der Festnahme leistete er massiven Widerstand und musste am Bahnsteig fixiert und in Handschellen gelegt werden. "Er war hochaggressiv", stellte ein beteiligter Polizist klar.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 06.02.2026, 20:31, 06.02.2026, 20:25
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