Das FBI hat einen Anschlagsplan auf das UFC-Event im Weißen Haus am vergangenen Sonntag verhindert. Die US-Justizbehörden gaben am Dienstag bekannt, dass fünf Männer festgenommen wurden, die einen Angriff mit Drohnen und Scharfschützen geplant hatten.
Die Gruppe wollte laut Anklage mit Sprengstoff beladene Drohnen auf nahegelegene Gebäude lenken und gezielt auf sogenannte „hochwertige Ziele“ schießen. Bei einer Festnahme in Ohio wurden verschlüsselte Nachrichten sichergestellt, in denen die Verdächtigen ihre ultrareligiösen und regierungsfeindlichen Ansichten offenbarten.
Die Männer wurden in vier verschiedenen US-Bundesstaaten festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, eine Verschwörung zum Mord geplant zu haben. Zu den Zielen zählten laut Gerichtsunterlagen unter anderem US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident JD Vance, Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und Unternehmer Elon Musk.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter mithilfe der Drohnen Panik auslösen und die fliehenden Menschen auf ein Scharfschützenteam zusteuern lassen wollten. Anschließend sollte eine zweite Gruppe das Tor des Weißen Hauses stürmen. Insgesamt befanden sich rund 4.300 eingeladene Gäste auf dem Gelände, weitere 85.000 verfolgten das Event in der Nähe.
Der Plan flog auf, nachdem die Mutter eines der Verdächtigen wegen auffälliger Waffenankäufe ihres Sohnes die Polizei alarmierte. Die Gruppe rekrutierte sich laut FBI vor allem über TikTok und tauschte sich später über verschlüsselte Messenger-Dienste aus. In den Chats sollen auch Attentate auf Politiker und bekannte Unternehmer diskutiert worden sein.
Die US-Justizbehörden teilten mit, dass jeder der fünf Verdächtigen bei einer Verurteilung wegen Mordverschwörung eine lebenslange Freiheitsstrafe sowie eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar erwarten muss. Ein Verdächtiger sieht sich zudem weiteren Anklagepunkten gegenüber. Das Gerichtsverfahren soll am 29. Juni beginnen.
Das UFC-Event im Weißen Haus fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA statt und fiel mit dem 80. Geburtstag von Donald Trump zusammen. Laut Expertinnen und Experten nehmen politisch motivierte Gewalttaten in den USA derzeit deutlich zu.