Neue Polarlichter sichtbar

"Aurora auch heute!" – Mega-Ansage für Österreich

Der schwere Sonnensturm, der Montagnacht die Erde getroffen hat, wirkt auch am Dienstag noch nach. Es gibt wieder Polarlichter über Österreich!
Newsdesk Heute
20.01.2026, 19:19
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Aufgrund des gestrigen Sonnensturms und dadurch ausgelösten anhaltenden geomagnetischen Sturms gibt es erneut eine Chance, Polarlichter in Österreich zu sehen! Dienstagabend, ab 18 Uhr, wurde auf der Rax das rot-grüne Glühen am Himmel wieder sichtbar.

"Spielt das Wetter mit, gibt es auch heute Nacht Aurora-Chancen", schreiben die Experten der GeoSphere Austria. In weiten Teilen des Landes steht demnach eine kalte Nacht bevor, nur im Osten können teilweise Wolkenfelder die Aussicht trüben.

Aurora-Jäger müssen jedenfalls mit Bibber-Bedingungen rechnen. "Im Osten weht derzeit ein eiskalter Wind. Tatsächlich liegt die gefühlte Temperatur dank Windchill im Osten verbreitet unter -10 Grad, in exponierten Lagen auch um -15 Grad (Bucklige Welt, Wienerwald, Waldviertel)", informiert UWZ-Meteorologe Nikolas Zimmermann.

Der Dst-Index zur Beschreibung der geomagnetischen Aktivität ist laut den Wissenschaftern mittlerweile auf -224 nT gesunken. Das mache diesen geomagnetischen Sturm zum Drittstärksten des aktuellen Sonnenzyklus.

Die Polarlicht-Fotos vom Montag:

Erde schrammte am Blackout vorbei

Der Sonnensturm löste Montagnacht eine immense Störung des Erdmagnetfelds und entzündete spektakuläre Polarlichter über ganz Österreich. Zu Problemen an Satelliten, Navis oder dem Stromnetz kam es ersten Informationen zufolge nicht, allerdings ist auf Flügen über die Arktis mit erhöhten Strahlenbelastungen zu rechnen. Die Geschwindigkeit der Teilchen betrug rund 1.178 Kilometer pro Sekunde, also 4,2 Millionen km/h.

Der aktuelle Sonnensturm erreichte nahe der Erde eine außergewöhnlich hohe Feldstärke von 91 Nano-Tesla, was dem Zehnfachen des Durchschnittswerts entspricht", erklärt Christian Möstl, Leiter des Space Weather Office der GeoSphere Austria. "Vergleichbare Messwerte hat es in unseren Aufzeichnungen, die 1995 beginnen, noch nie gegeben. Damit handelt es sich um den stärksten registrierten Wert seit mindestens 31 Jahren."

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