Im Gemeinderat

Bäderpreis-Erhöhung schlägt Wellen – ÖVP stellt Antrag

Die Eintrittspreise für Bäder sind mit Jahresbeginn gestiegen. Die ÖVP fordert in einem Antrag im Gemeinderat die Rücknahme der Preiserhöhung.
Wien Heute
18.02.2026, 18:12
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Mit Jahresbeginn 2026 sind die Eintrittspreise für die städtischen Bäder in Wien um durchschnittlich 6,37 Prozent gestiegen – sehr zum Ärger vieler Badegäste. So kommt die Einzelkarte für Erwachsene nun auf 8,10 Euro statt 7,60 Euro. Kinder zahlen 2,80 Euro statt 2,60 Euro. Kleinkinder bis 6 Jahre baden weiterhin gratis, ebenso Kinder bis 14 Jahre in den Familienbädern.

Nun bringt die Wiener ÖVP das Thema offiziell in den Gemeinderat ein und fordert die Rücknahme der Preiserhöhungen sowie der angekündigten Leistungsreduktionen. In der Sitzung am Mittwoch wollen die ÖVP-Gemeinderätinnen Sabine Keri und Elisabeth Olischar einen Resolutionsantrag einbringen. Darin sprechen sie sich klar gegen die neuen Tarife und gegen Einsparmaßnahmen bei den Wiener Bädern aus.

Einsparungen bei Serviceangeboten

Neben der Preiserhöhung sorgt vor allem ein geplanter Sparkurs für Diskussionen. Bekannt wurde, dass im Zuge von Einsparungen auch Leistungen und Serviceangebote reduziert werden sollen. Konkret geht es unter anderem um: verkürzte Öffnungszeiten in Familienbädern, verlängerte Schließzeiten bei Saunabereichen sowie weniger Personal während der Saison.

Für die ÖVP bedeuten diese Maßnahmen eine spürbare Einschränkung des bisherigen Angebots. Besonders betroffen seien Familien, Kinder, Seniorinnen und Senioren sowie regelmäßige Nutzer der städtischen Bäder.

Zusätzliche Belastung für Familien

Die Preiserhöhung treffe die Wienerinnen und Wiener unmittelbar und stelle gerade für Familien eine zusätzliche finanzielle Belastung dar, argumentieren die Antragstellerinnen. Gleichzeitig Leistungen zurückzufahren, sei aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbar.

Die Wiener Bäder seien ein zentraler Bestandteil der städtischen Freizeit- und Gesundheitsinfrastruktur. Sie dienten nicht nur dem Sport, sondern auch der sozialen Teilhabe – insbesondere für Menschen, die sich keinen teuren Urlaub oder private Freizeitangebote leisten können.

Bisherige Tarife wiederherstellen

Konkret fordert die ÖVP in ihrem Beschlussantrag, die mit 2026 in Kraft getretenen Gebührenerhöhungen bei den Wiener Bädern zurückzunehmen, die angekündigten beziehungsweise bereits umgesetzten Leistungsreduktionen zu stoppen und die bisherigen Tarif- und Leistungsstandards wiederherzustellen. Zudem wird eine sofortige Abstimmung über den Antrag verlangt.

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