Wer Sonntagfrüh ein Zugticket in Ungarn hatte, kann sich unerwartet über ein kleines Geld-Geschenk freuen. Obwohl die Züge pünktlich waren, bekamen Passagiere der ungarischen Staatsbahn MÁV die Hälfte des Ticketpreises erstattet.
Der Grund: Wegen eines Systemfehlers wurde die Zeitumstellung nicht berücksichtigt. Als Konsequenz waren ALLE Züge als eine Stunde verspätet markiert. Die IT hat daraufhin registrierten Kunden automatisch den Betrag zurücküberwiesen.
Wie Vize-Verkehrsminister Nándor Csepreghy in einer offiziellen Mitteilung der MÁV klarstellt, müssen die Beträge nicht zurückgewiesen werden. Kunden dürfen das Geld also behalten. Der Fehler soll beim IT-Dienstleister liegen, der die neue Anwendung programmiert hat. Kostenpunkt: 4,66 Millionen Euro.
Es ist nicht die einzige peinliche Nachricht für die ungarische Bahn in diesen Wochen. Eigentlich hätte schon am 15. März die lang ersehnte Bahnstrecke von Budapest nach Belgrad seinen Betrieb aufnehmen sollen. Wegen Problemen bei den Zusicherungssystemen auf ungarischer Seite ist der Start aber auf unbestimmte Zeit verschoben.