Der blutige Bandenkrieg zwischen Tschetschenen und Syrern eskalierte im Juli 2024 in einer brutalen Massenschlägerei beim Bahnhof Meidling. Diesen Donnerstag startet der Prozess gegen die mutmaßlichen Angreifer – wir berichteten. Von ursprünglich 24 Beschuldigten sollen aus Platzmangel beim ersten Verhandlungstag am Wiener allerdings "nur" acht Angeklagte auf der Anklagebank sitzen.
Den jungen Burschen mit allesamt tschetschenischem Migrationshintergrund wird vorgeworfen, sich auf Telegram abgesprochen zu haben und danach gemeinsam mit Stöcken, Hämmern, Messern und Schlagwaffen bewaffnet und maskiert bei der Philadelphiabrücke auf eine Gruppe Afghanen losgegangen zu sein.
Trauriges Ergebnis: vier Schwerverletzte, mehrere davon mit Stichwunden, Knochenbrüchen und Kopfverletzungen. Die brutale Attacke soll von einem 25-jährigen Tschetschenen organisiert worden sein, der als Strippenzieher eines Banküberfalls bereits im Häfn sitzt. Er und ein zweiter Angeklagter pflegten nachweislich Kontakt zu Beran A. (19) – jenem jungen Mann, der im Sommer 2024 einen Terroranschlag auf das Taylor-Swift-Konzert im Ernst-Happel-Stadion geplant haben soll.
Der aufsehenerregende Prozess findet unter erwartungsgemäß großem Medieninteresse und massiven Sicherheitsverkehrungen statt. Es herrscht ein strenges Film- und Fotografierverbot im gesamten vierten Stock des Wiener Landesgerichts, auch Polizeibeamte werden zum Schutz der Verhandlung im Saal anwesend sein. Bis 21. Jänner sind fünf Prozesstage angesetzt. Die Unschuldsvermutung gilt.