Ein bewaffneter Bankräuber sorgte am Mittwochnachmittag in Graz-Andritz für einen Großeinsatz der Polizei. Der bislang Unbekannte fesselte fünf Angestellte und brach Schließfächer auf, bevor er mit Beute flüchtete.
Wie "Heute" berichtete, betrat der Mann kurz vor 15:45 Uhr eine Bankfiliale in der Stattegger Straße. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich lediglich fünf Mitarbeiter in der Filiale. Der Täter bedrohte sie mit einer Pistole und drängte sie in ein Büro. Dort mussten die Angestellten ihre Mobiltelefone abgeben.
Im weiteren Verlauf zwang der Räuber eine Mitarbeiterin, ihre Kollegen mit Klebeband an Sesseln zu fixieren. Zusätzlich stülpte er ihnen Wollhauben über das Gesicht und befestigte auch diese mit Klebeband.
Bevor er die letzte Angestellte ebenfalls fesselte, nötigte er sie, den Tresor zu öffnen und Zugang zu den Kundenschließfächern zu verschaffen. In der Folge brach er mehrere Schließfächer gewaltsam auf. Nach rund 30 Minuten verließ der Mann die Filiale mit Beute in bislang unbekannter Höhe.
Die fünf gefesselten Mitarbeiter konnten sich später selbst befreien und alarmierten die Polizei. Eine sofort eingeleitete Alarmfahndung mit zahlreichen Streifen, Spezialkräften und dem Polizeihubschrauber blieb bislang ohne konkreten Erfolg.
Laut aktualisierter Beschreibung handelt es sich beim Verdächtigen um einen etwa 185 bis 195 Zentimeter großen Mann im Alter zwischen 25 und 50 Jahren. Er war mit schwarzer Jacke, blauer Jeans und schwarzer Kappe bekleidet. Maskiert war der Mann mit schlanker Statur und hellem Hauttyp, mit einer blonden Perücke, einer randlosen Sonnenbrille in Orange/Rot sowie einer weißen FFP2-Maske.
Auffällig waren zudem flache Steckohrringe in Plattenform. Der Täter sprach steirischen Dialekt mit eher hoher Stimmlage und führte eine schwarze Sporttasche der Marke Slazenger (Modell „Wheel Holdall“) mit sich.
Hinweise zur Person, zur Tat oder zur Flucht nimmt das LKA Steiermark unter der Telefonnummer 059133/60-3333 entgegen. Potenziell betroffene Bankkunden sollen sich derzeit nicht bei der Polizei melden – sie werden verständigt.