Sie war in Harvard

"Bedeutende Bereicherung" – Erste ISTA-Mathematikerin

Xujia Chen: Ein neues Mitglied am "Institute of Science and Technology Austria (ISTA)". Sie hat eine Forschungsgruppe gegründet und große Ziele.
Olivia  Brandstetter
31.01.2026, 17:00
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Die erste Mathematikerin: Das "Institute of Science and Technology Austria (ISTA)" in Klosterneuburg (Bezirk Tulln, ) darf sich über den Neuzugang Xujia Chen (31) freuen. Sie ist Assistenzprofessorin und hat im Jänner ihre eigene Forschungsgruppe "Geometrische Topologie von Mannigfaltigkeiten" gegründet – sie hat Großes vor. Auch einen tierischen Nachwuchs wünscht sich die Wissenschaftlerin.

Forschungsbereich der Mathematik

Chen hat ihre eigene Forschungsgruppe gegründet. In einer ISTA-Aussendung heißt es, ihre Arbeit "an Mannigfaltigkeiten und allgemeinen topologischen Räumen hat das Potenzial, unser Verständnis sowohl abstrakter als auch physikalischer Räume zu vertiefen".

"Es gibt einige naheliegende Fragen, die aus meiner aktuellen Arbeit mit Kooperationspartner:innen hervorgehen, und diese möchte ich untersuchen", beschreibt Chen ihre Forschungsziele am ISTA.

Ihr neuestes Projekt dreht sich um "Konstruktion von Mannigfaltigkeits-Operaden". Neben diesen hochkomplexen Thematiken mag die Wissenschaftlerin Lesen, Filme schauen sowie Wandern.

Wunsch: Hund adoptieren

Chen habe außerdem den Wunsch, einen Hund zu adoptieren. "Ich habe diesen Wunsch seit vielen Jahren, aber im Moment ist es noch ziemlich unsicher. Bevor ich adoptiere, möchte ich sicherstellen, dass ich ein stabiles Leben habe und alles, was der Hund braucht. Das könnte durchaus noch ein paar Jahre dauern", erklärt die Wissenschaftlerin auf "Heute"-Nachfrage.

Forschungsbereich: "Nicht nur mit Zahlen"

"Ein Zweig der Geometrie: Wir untersuchen Formen und Strukturen. Derzeit arbeite ich im Bereich der 'Konfigurationsraum-Integrale'. Das ist eine Methode, diese Formen und Strukturen zu studieren, indem einfache Größen mit ihnen assoziiert werden", beschreibt Chen ihren Forschungsbereich auf "Heute"-Nachfrage.

Bei der Wahl ihres Forschungsbereichs habe auch der Zufall ein wenig mitgespielt. "Ich ging für mein Promotionsstudium an die Stony Brook University, eine Universität im US-Bundesstaat New York, und die meisten Mathematikerinnen und Mathematiker dort beschäftigen sich – auf die eine oder andere Art – mit Geometrie. Ich mag diesen Bereich, weil man auch 'hübsche Graphiken' anfertigen kann und nicht nur mit Zahlen zu tun hat", so Chen auf "Heute"-Nachfrage.

Forschung noch ausweiten

Chen erklärt: "Ich habe großes Interesse daran, das Spektrum meiner Forschung zu erweitern, insbesondere auf Themen, mit denen ich noch nicht so vertraut bin, die aber mit meiner aktuellen Forschung im Zusammenhang stehen."

Sie habe vor, Postdoktoranden aus vergleichbaren Fachgebieten einzustellen sowie mit anderen Wissenschaftlern eine Zusammenarbeit zu starten – damit soll der dynamische Mathematik-Ideenaustausch angekurbelt werden.

Chen als erste Mathematikerin

In den ersten Jahren des ISTA gab es bereits einmal eine Professsorin im Bereich Mathematik und Statistik, diese hat das ISTA 2015 verlassen. Chen ist seither die erste Mathematikerin am Institut. Sie selbst erklärt das wie folgt: "Es ist nur ein Zufall, und ich mache kein großes Aufheben darum. Im Sommer werden mehr Mathematik-Professorinnen zu uns stoßen, ich bin einfach nur etwas früher da. Ich freue mich jedenfalls, mehr Mathematikerinnen am ISTA zu sehen." In der Aussendung wird Chens Ankunft als "bedeutende Bereicherung für das ISTA" gesehen.

Beeindruckende Ausbildung

Ihren Bachelor hat sie an der "University of Science and Technology of China" abgeschlossen. Den Doktor absolvierte sie im Jahr 2021 in Mathematik an der "Stony Brook University, USA".

Mit dem "John Marburger III Fellowship" und dem "President's Award for Distinguished Doctoral Students" wurde sie ausgezeichnet, als sie noch eine Doktoratsstudentin war. Für ihre Arbeit als Postdoc (= nach Abschluss des Doktorgrades) war sie zunächst als "Junior Fellow" an der Harvard University und dann am "Max-Planck-Institut für Mathematik" in Bonn (Deutschland).

{title && {title} } bro, {title && {title} } Akt. 01.02.2026, 14:24, 31.01.2026, 17:00
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