Sicherheit für Einsatzkräfte

Bei vier von fünf Einsätzen droht Waffengefahr

Bewaffnete Verdächtige, Hausdurchsuchungen oder gewalttätige Auseinandersetzungen: Die WEGA wird jedes Jahr zu rund 1.000 Risikoeinsätzen gerufen.
Newsdesk Heute
08.08.2026, 18:00
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Die rund 250 Beamten der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) erhalten 300 neue taktische Plattenträger. Laut Innenministerium sollen die neuen ballistischen Schutzwesten einen besseren Schutz bei Einsätzen mit Langwaffen bieten und gleichzeitig die Beweglichkeit der Einsatzkräfte erhalten.

„Die Sicherheit aller Polizistinnen und Polizisten hat oberste Priorität. Gerade Einheiten wie die WEGA, die tagtäglich bei gefährlichen Einsätzen einschreiten, benötigen moderne Schutzausrüstung. Die neuen ballistischen Westen bieten Schutz und zugleich Beweglichkeit bei Angriffen mit Langwaffen“
Innenminister Gerhard Karner

Die Westen entsprechen der Schutzklasse VPAM 6 und schützen unter anderem vor Schüssen aus Sturmgewehren wie der Kalaschnikow (AK-47).

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Die Westen entsprechen der Schutzklasse VPAM 6 und schützen unter anderem vor Schüssen aus Sturmgewehren wie der Kalaschnikow (AK-47).
BMI/Karl Schober

Fast 1.000 Zugriffe im Jahr

Die WEGA wird bei Einsätzen mit erhöhtem Gefährdungsgrad alarmiert und ist rund um die Uhr mit mehreren Fahrzeugen im Wiener Stadtgebiet unterwegs. Zu den Aufgaben zählen unter anderem Einsätze mit bewaffneten Personen, Festnahmen gefährlicher Verdächtiger, Hausdurchsuchungen sowie Unterstützung bei Demonstrationen, Großveranstaltungen und Risikofußballspielen.

Im Jahr 2025 führte die WEGA knapp 1.000 Zugriffe durch. Im ersten Halbjahr 2026 waren es bereits mehr als 400.

Die WEGA wird bei Einsätzen mit erhöhtem Gefährdungsgrad alarmiert und ist rund um die Uhr mit mehreren Fahrzeugen im Wiener Stadtgebiet unterwegs
BMI/Karl Schober

Oft unklar, ob Verdächtige bewaffnet sind

Besonders herausfordernd: Bei 78 Prozent der Einsätze war im Vorfeld nicht bekannt, ob die betroffene Person bewaffnet ist. Gleichzeitig zeigt die Statistik, wie schnell die Spezialeinheit arbeitet: 93 Prozent aller Zugriffe waren laut Innenministerium nach weniger als einer Minute abgeschlossen.

Anspruchsvolle Ausbildung

Der Weg zur WEGA ist lang. Nach der zweijährigen Polizeigrundausbildung müssen Interessenten zunächst mindestens zwei Jahre Erfahrung im Außendienst sammeln. Erst danach können sie sich einem mehrstufigen Auswahlverfahren mit körperlichen Tests, Schießübungen, psychologischer Eignungsdiagnostik und einsatztaktischen Prüfungen stellen.

Wer die Auswahl besteht, absolviert anschließend eine neunmonatige Spezialausbildung. Zusätzlich können sich WEGA-Beamte in Bereichen wie Seiltechnik, Drohneneinsatz, Einsatzsanitätsdienst oder Sicherungsschützen weiter spezialisieren.

Rund um die Uhr im Einsatz

Die WEGA blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1928 zurück. Heute ist die Spezialeinheit Teil der Landespolizeidirektion Wien und mit rund 250 Bediensteten rund um die Uhr im Einsatz, um bei besonderen Gefahrenlagen innerhalb weniger Minuten Unterstützung leisten zu können.

{title && {title} } red, {title && {title} } 08.08.2026, 18:00