Im Visier der Gläubiger

Benko entlassen – Angst vor Rache des "Blut-Scheichs"

Nach 629 Tagen Haft ist René Benko wieder draußen. Doch nun warnen Sicherheitsexperten vor einer möglichen Gefahr durch seine Gläubiger.
19.10.2026, 15:14
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Für René Benko (49) könnte die Zeit außerhalb des Gefängnisses gefährlich werden. Der ehemalige Signa-Boss sitzt seit Donnerstag mit elektronischer Fußfessel in einer Wohnung in Innsbruck. Sicherheitsexperten befürchten laut "Bild", dass der Pleite-Investor ins Visier seiner Gläubiger geraten könnte.

Saudi-Prinz verlor Millionen

Hintergrund sind unter anderem die finanziellen Verbindungen zum saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (41). Dessen Staatsfonds soll 2023 mindestens einen dreistelligen Millionenbetrag in Benkos Signa-Gruppe gesteckt haben. Nach dem Zusammenbruch des Immobilienkonzerns war das Geld verloren.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Schon 2024 erhielt Benko wegen "Drohungen aus Saudi-Arabien" Polizeischutz. Ob er auch jetzt bewacht wird, ließen die Behörden offen. Mohammed bin Salman wird seit der Ermordung und Zerstückelung eines Regimekritikers im Jahr 2018 auch als "Blut-Scheich" bezeichnet.

Eine Stunde Ausgang pro Tag

Nach insgesamt 629 Tagen in Haft und Untersuchungshaft lebt Benko nun auf 60 Quadratmetern. Die Unterkunft hat ihm sein Verteidiger Norbert Wess (51) organisiert.

Wie "Heute" bereits ausführlich berichtete, darf Benko täglich eine Stunde für Sport oder Einkäufe ins Freie. Auch seine Familie darf er besuchen. Kontaktverbote zu früheren Geschäftspartnern bleiben hingegen bestehen.

Benko muss weiter zittern

Wie lange der frühere Immobilienunternehmer in seiner Wohnung bleiben kann, ist ungewiss. Die Staatsanwaltschaft bekämpft seine Entlassung aus der U-Haft. Bereits kommende Woche soll das Oberlandesgericht Innsbruck eine Entscheidung treffen.

Benko war im Jänner 2025 festgenommen worden. Im September erhielt er wegen betrügerischer Krida eine rechtskräftige Haftstrafe von zweieinhalb Jahren. Weil die Untersuchungshaft bereits mehr als zwei Drittel davon ausmachte, kam er vorzeitig bedingt frei. Schon im November wartet der nächste Prozess auf ihn – diesmal wegen schweren Betrugs.

red, 19.10.2026, 15:14
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