Kommt René Benko bald aus dem Häfen? Der ehemalige Signa-Boss kämpft um seine Entlassung aus der Justizanstalt. Sein Anwalt Norbert Wess hat einen Antrag auf elektronisch überwachten Hausarrest gestellt, berichtet der "Kurier". Am Mittwoch um 9 Uhr wird darüber am Landesgericht Innsbruck verhandelt.
Für den möglichen Hausarrest wurde bereits eine 60 Quadratmeter große Wohnung in Innsbruck angemietet. Dort könnte Benko künftig mit elektronischer Fußfessel leben. Die Familie soll dadurch geschont werden.
Die Begründung der Verteidigung: Benko könne sich nur außerhalb des Gefängnisses ausreichend auf die bevorstehenden, komplexen Gerichtsverfahren vorbereiten.
Brisant: Benko hat erst kürzlich zwei Drittel seiner rechtskräftigen 30-monatigen Haftstrafe aus einem früheren Verfahren verbüßt und wurde bedingt aus der Strafhaft entlassen. Frei kam er trotzdem nicht: Wegen eines weiteren Verfahrens rund um mutmaßliche Untreue sitzt er weiterhin in Untersuchungshaft.
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) will Benko indes nicht aus dem Gefängnis lassen. Sie soll eine sechsseitige Stellungnahme gegen die Fußfessel eingebracht haben.
Der einstige Immobilien-Milliardär sitzt seit 24. Jänner 2025 hinter Gittern, also seit fast 21 Monaten. Zunächst in der Wiener Josefstadt, mittlerweile seit rund einem Jahr in der Justizanstalt Innsbruck. Dementsprechend entscheidet das Innsbrucker Landesgericht über den Fußfessel-Antrag.
Sollte die Fußfessel bewilligt werden, könnte die WKStA dagegen beim Oberlandesgericht Innsbruck Beschwerde einlegen.