Franz Schellhorn, Direktor des wirtschaftsliberalen ThinkTanks Agenda Austria, ist bekannt dafür, scharfzüngig mit der heimischen Politik ins Gericht zu gehen. Das stellt er auch in der ersten Folge des neuen Podcasts "Das Weekly" der Agenda Austria unter Beweis, wo ihn Host Sandra Keplinger vor dem Mikro hat.
Den Podcast gibt es ab sofort auf allen gängigen Plattformen; künftig jeden Freitag neu mit wechselnden Experten zu Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik. Motto: "Für alle, die wissen, dass der Staat nicht jedes Problem lösen kann."
In Folge 1 unter dem Titel "Klima raus, Realität rein" stehen eine Bilanz des Weltwirtschaftsforums Davos, Trump und eine Abrechnung mit dem Status der Energiewende im Fokus.
"Heute" bringt ein paar Appetizer zur Stoßrichtung des Gesprächs. Zum Beispiel Schellhorns Blick auf den Universal-Aufreger Donald Trump: "Wir arbeiten uns an Trump in einer Weise ab, die fast schon pathologisch ist. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht erfahren, was er gestern wieder falsch gemacht hat, ohne kurz nachzudenken: Hat er nicht mit einigen Punkten recht. Gerade was europäische Sicherheits- und Energiepolitik angeht, hat er seine Punkte."
So eindeutig schwarz oder weiß sei es nicht: "Muss man immer FÜR oder GEGEN Trump sein", fragt Schellhorn.
„Wir betreiben grüne Energiepolitik wie eine Religion, und schön langsam bezahlen wir für unsere Frömmigkeit mit unserem Wohlstand.“Franz SchellhornDirektor Agenda Austria
Als völlig am Ziel vorbei gehend, sieht Schellhorn die aktuelle Energiepolitik, das Streben nach der grünen Transformation erweise sich als Sackgasse: "Wir betreiben grüne Energiepolitik wie eine Religion, und schön langsam bezahlen wir für unsere Frömmigkeit mit unserem Wohlstand. Deswegen kommt dieses Thema auch nicht mehr ganz vorne vor. Das grüne Wachstum, von dem uns erzählt worden ist, wo ist es?" In Europa gebe es wohl eher ein grünes Schrumpfen.
"Wir sind energiepolitisch in eine Sackgasse gelaufen", meint Schellhorn. Hätten uns selbst ins Abseits manövriert: "Wenn man einen Plan hätte, Europa zu schwächen – zum Beispiel China gemeinsam mit Russland und dem Iran – sie hätten es nicht besser hingekriegt, als wir es selbst gemacht haben. Den Eisberg, auf den wir zusteuern, haben wir uns selbst hingestellt.“