In den Bundesquartieren gibt es die Bezahlkarte für Asylwerber bereits, der weitaus größere Teil steckt allerdings in Einrichtungen der Länder. Auch diese ziehen nun teilweise nach. Salzburg hat das Modell im Sommer an einem Standort getestet – offenbar mit Erfolg.
Neben dem Flussbauhof in Salzburg-Süd (190 Personen) werden jetzt sechs weitere Quartiere auf die Bezahlkarte umgestellt: Saalfelden (2x), Lend, Goldegg, Seekirchen und Tamsweg. Insgesamt 440 Asylwerber bekommen ihr Geld dann nur mehr auf diese Art Bankomatkarte überwiesen, berichten die "Salzburger Nachrichten".
Konkret handelt es sich dabei um 40 Euro Taschengeld sowie in Selbstversorgerquartieren sieben Euro Essensgeld pro Tag. "So gewährleisten wir, dass die Mittel genau dort ankommen, wofür sie vorgesehen sind", wird der neue Soziallandesrat Wolfgang Fürweger (FPÖ) von den "SN" zitiert.
Auch an anderen Schrauben wurde bereits gedreht. Seit 1. September haben Asylwerber in Salzburg keinen Zugriff mehr auf bestimmte Geldleistungen aus der Familienförderung. Davon umfasst sind die Mehrlingsförderung, die Hilfe für werdende Mütter und die Hilfe für Salzburger Familien in Notsituationen. Das Land erhofft sich dadurch Einsparungen von 50.000 Euro pro Jahr.