Für die Kärntner "Zechner Lärchen-System-Holz GmbH" ist endgültig Schluss. Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) bekannt gab, wurde über das Vermögen des Unternehmens ein Konkursverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet.
Das Unternehmen war auf die Verarbeitung von Lärchenholz spezialisiert und produzierte vor allem Lärchenleimbinder. Der Geschäftsbetrieb wurde allerdings bereits vergangenen November eingestellt.
Laut AKV belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 2,966 Millionen Euro. Von der Insolvenz sind derzeit 44 Gläubiger betroffen. Mitarbeiter sind keine mehr betroffen, da sämtliche Beschäftigten bereits nach der Betriebseinstellung abgemeldet wurden.
Als Ursachen für die Insolvenz nennt das Unternehmen mehrere Faktoren. Nach wirtschaftlich erfolgreichen Jahren verschlechterte sich die Lage infolge der Corona-Krise und der schwachen Baukonjunktur deutlich.
Zusätzlich kämpfte der Betrieb mit Problemen bei der Qualität des angelieferten Lärchenholzes. Die Folgen waren Produktionsschwierigkeiten und zahlreiche Gewährleistungsfälle, die das Unternehmen zusätzlich belasteten.
In den Jahren 2024 und 2025 wurde intensiv nach einem Investor gesucht, um das Unternehmen wirtschaftlich zu stabilisieren. Die Gespräche blieben jedoch erfolglos. Auch die Bemühungen, einen Käufer für den gesamten Betrieb zu finden, scheiterten.
Da sich weder die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch die hohen Produktions- und Rohstoffkosten verbesserten, wurde der Betrieb bereits im November 2025 eingestellt.
Die Zechner Lärchen-System-Holz GmbH wurde im Mai 2017 gegründet. Geschäftsführer und Gesellschafter ist Herbert Zechner.
Eine Sanierung des Unternehmens ist laut den vorliegenden Unterlagen nicht vorgesehen. Mit der Eröffnung des Konkursverfahrens wird nun die Abwicklung des Betriebs eingeleitet.